Lufthansa Turbulenzen gemeistert

Die Airline erholt sich von der schweren Krise im internationalen Luftverkehr offenbar schneller als angenommen. Der Gewinn in diesem Jahr soll höher ausfallen als erwartet.

Frankfurt am Main - Die Lufthansa  rechnet nun mit einem deutlich höheren operativen Gewinn als noch vor gut einem Monat bei der Hauptversammlung angekündigt worden war. Damals war für dieses Jahr von einem operativen Ergebnis von 400 Millionen die Rede gewesen.

"Wenn heute Hauptversammlung wäre, dann würden wir eher 500 Millionen Euro sagen", betonte Finanzvorstand Karl-Ludwig Kley in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Und da wir unverändert weiter auf der Investitionsbremse stehen, werden wir unser Ziel, die Verschuldung abzubauen, auch schneller erreichen", sagte Kley weiter.

Im vergangenen Jahr hatte die Lufthansa mit der allgemeinen Krise der internationalen Luftfahrt nach den Terroranschlägen vom 11. September einen drastischen Einbruch des operativen Gewinns auf 28 Millionen Euro erlitten. Unter dem Strich standen nach Steuern 633 Millionen Euro Verlust nach 689 Millionen Euro Gewinn im Jahr zuvor - das erste Minus in acht Jahren.

Zudem plane die Airline den Kauf von zehn Airbus Langstreckenmaschinen des Typs A330-300. Damit betreibe die Lufthansa die größte A330/340-Flotte der Welt. Mit dieser Kaufentscheidung - der zweitgrößten der Gesellschaft nach dem 11. September - konkretisiere die Fluglinie ihre mittelfristige Flottenplanung und nutze gleichzeitig die momentan günstige Marktsituation für Flugzeugbeschaffungen.

Bei der Hauptversammlung hatte die Lufthansa zunächst offen gelassen, ob nach dem operativen Gewinn auch unter dem Strich schwarze oder rote Zahlen stehen werden. Dazu machte auch Kley keine Angaben.

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