Siemens Schwacher Ausblick schickt Aktie in den Keller

Der Ausblick enttäuscht die Märkte. Die Aktie fällt in der Spitze um rund sieben Prozent.

München - Deutschlands größter Elektrokonzern Siemens  hat im abgelaufenen Quartal nur einen leichten Gewinnrückgang verzeichnet, enttäuschte die Märkte allerdings mit einem schwachen Ausblick. Die Aktie verlor in der Spitze sieben Prozent.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen aus dem operativen Geschäft sei verglichen mit dem Vorquartal von 919 auf 892 Millionen Euro gesunken, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Damit fiel das Ergebnis besser aus, als von vielen Analysten erwartet. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern hohe Verluste erzielt.

Schwacher Ausblick auf das laufende Quartal

Für das laufende vierte Quartal erwartet Siemens ein Ergebnis, das vorraussichtlich unter dem des dritten Quartals liegen werde. Das September-Quartal werde durch eine Reihe von Faktoren wie dem außerordentlichen Ertrag aus der Eingliederung von Unisphere Networks in Juniper Networks beeinflusst, hieß es in der Pflichtmitteilung des Unternehmens.

Siemens-Chef Heinrich von Pierer sagte zu den mittelfristigen Prognosen des Unternehmens: "Wir arbeiten unser Aktionsprogramm 'Operation 2003' Punkt für Punkt ab und verfolgen trotz des schwierigen vierten Quartals und der extrem schlechten Marktbedingungen unvermindert unsere Ergebnisziele."

Für das abgelaufene dritte Geschäftsquartal wies der Konzern einen Gewinn je Aktie von 0,81 Euro aus. Im gleichen Vorjahreszeitraum erzielte Siemens ohne Sondereffekte einen Überschuss von 705 Millionen Euro beziehungsweise 0,79 Euro je Aktie.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus dem operativen Geschäft betrug im Berichtszeitraum 892 Millionen Euro, nach einem Verlust von 479 Millionen Euro im Vorjahr. Wesentlich zum aktuellen Ergebnis hätten die Bereiche Power Generation, Medical Solutions, Automation and Drives und Osram beigetragen.