Microsoft Beruhigungspille aus Redmond

Der Softwareriese hat mit seinem Umsatz die Erwartungen übertroffen. Auch der Ausblick gefällt.

Redmond - Der US-Softwarekonzern Microsoft  hat im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal (Ende Juni 2002) den Umsatz um zehn Prozent von 6,58 Milliarden auf 7,25 Milliarden Dollar gesteigert. Damit übertraf das Unternehmen die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten, die nach einer Befragung von First Call Erlöse in Höhe von 7,1 Milliarden Dollar erwartet hatten. Gleichzeitig bestätigte der Konzern weitestgehend die Analysten-Prognosen für das laufende, erste Geschäftsquartal und das Gesamtjahr 2003.

Wie das an der Nasdaq notierte Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss in Redmond bekannt gab, stieg der Überschuss von 65 Millionen bzw. 0,01 Dollar je Aktie auf 1,53 Milliarden bzw. 0,28 Dollar je Aktie. Das Nachsteuer-Ergebnis sei durch Abschreibungen auf den Wert von Investitionen um 806 Millionen bzw. 0,15 Dollar je Aktie belastet worden. Unter Ausklammerung dieses Sonderposten erzielte das Unternehmen einen Proforma-Überschuss von 0,43 Dollar je Aktie. Analysten hatten nach Angaben von First Call im Schnitt mit 0,42 Dollar je Anteilschein gerechnet.

Prognosen im Rahmen der Erwartungen

Das operative Ergebnis stieg im Berichtszeitraum von 2,75 Milliarden auf 2,87 Milliarden Dollar. Mitte April hatte das Softwareunternehmen ein operatives Ergebnis von 2,9 bis drei Milliarden Dollar für das vierte Quartal in Aussicht gestellt. Die Umsatzprognose des Unternehmens lag bei sieben bis 7,1 Milliarden Dollar und die Ergebnisschätzung bei 0,41 bis 0,42 Dollar je Aktie.

Für das erste Geschäftsquartal (Ende September 2002) erwartet Microsoft einen Umsatz von sieben bis 7,1 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis soll auf 2,9 bis drei Milliarden Dollar steigen. Nach Schätzungen des Unternehmens werde der Gewinn je Aktie bei 0,42 bis 0,43 Dollar liegen.

Damit bestätigte Microsoft die Erwartungen der Analysten. Die Experten rechnen im Durchschnitt mit einem Umsatz von 7,1 Milliarden Dollar und einem Ergebnis je Aktie von 42 Cent je Aktie.

Mit Blick auf das Anfang Juli begonnene Geschäftsjahr 2003 äußerte Microsoft sich optimistisch, den Umsatz von 28,37 Milliarden Dollar auf 31,4 bis 32,0 Milliarden Dollar zu steigern. Analysten erwarten im Durchschnitt Erlöse von 31,9 Milliarden Dollar. Microsofts alte Prognose lag bei 31,5 bis 32,4 Milliarden Dollar.

Das operative Ergebnis werde den Angaben nach von 11,91 Milliarden im Jahr 2002 auf 13,3 bis 13,6 Milliarden Dollar anwachsen. Damit bestätigte Microsoft die Prognose aus dem April. Der Gewinn je Aktie soll den Planungen nach binnen Jahresfrist von 1,41 Dollar auf 1,85 bis 1,91 Dollar steigen. Das 2002-Ergebnis beinhaltete Abschreibungen von 53 Cent, Prozesskosten von acht Cent und einen Einmalgewinn durch den Verkauf von Expedia von 15 Cent je Anteilschein. Die Gewinn-Schätzungen der Analysten reichen für das Jahr 2003 von 1,86 bis 2,04 Dollar; der Konsensus-Wert liegt bei 1,92 Dollar je Aktie. Die alte Microsoft-Prognose betrug 1,89 bis 1,92 Gewinn je Aktie für 2003.