Neuer Markt Meldepflicht für Vorstände aufgeweicht

Die Börse lockert ihre Regeln. Kleine Aktienverkäufe können Manager jetzt ungestört ausüben.

Frankfurt am Main - Die Deutsche Börse passt die bestehende Meldepflicht für Top-Manager am Neuen Markt an neue Gesetzesregeln an und weicht sie damit in einigen Punkten auf. Von 1. Juli an müssen Vorstände und Aufsichtsräte ihre Wertpapiergeschäfte erst melden, wenn sie innerhalb von 30 Tagen Geschäfte im Wert von 25.000 Euro tätigen. "Die Vorgaben des 4. Finanzmarktförderungsgesetzes treten an die Stelle der Regeln am Neuen Markt", sagte ein Sprecher der Deutschen Börse AG am Dienstag in Frankfurt.

Damit gibt die Deutsche Börse ihre strengeren Regeln auf, die bislang für den Neuen Markt galten. Bislang mussten auch kleine Käufe und Verkäufe von Aktien des eigenen Unternehmens gemeldet werden. Auch bei der Meldefrist orientiert sich die Börse an den undeutlicheren Vorgaben des Gesetzes. Die Manager müssen ihre Geschäfte laut Gesetz "unverzüglich" melden. Bislang galt eine Frist von drei Börsentagen. Strengere Vorschriften gelten dafür für Angehörige. Denn künftig müssen auch Ehepartner und enge Familienmitglieder der Spitzenkräfte Wertpapiergeschäfte melden.

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