France Telecom Anleger nutzen Kursschwäche

Die Aktie erholt sich nach dem Kurssturz. Mobilcom-Papiere dagegen verlieren erneut.

Paris - Einen Tag nach einer Rating-Herabstufung durch die angesehene Agentur Moody's und einem entsprechend starken Kursverlust haben sich die Aktien der France Telecom  am Dienstag wieder etwas erholt. Händlern zufolge nutzen Anleger den niedrigen Kurs, um sich mit den Papieren des ehemaligen französischen Staatskonzerns einzudecken.

Begleitet von Gerüchten über eine bevorstehende Kapitalerhöhung bei France Telecom stieg das Papier zeitweilig um mehr als vier Prozent auf 10,89 Euro. Das Investmenthaus Dresdner Kleinwort Wasserstein hat indes am Dienstag die Aktien des Telekomkonzers von "Kaufen" auf "Halten" herabgestuft.

Am Montag hatte Moody's die Kreditwürdigkeit von France Telecom herabgesetzt und den negativen Ausblick bekräftigt. "Die Herabstufung wird sich in der Bilanz im Jahre 2002 mit 18 Millionen Euro und im Jahre 2003 auf 100 Millionen, sagte ein Analyst von BNP Paribas.

Es sei zudem verfrüht, bereits auf diesem Niveau Positionen von France Telecom aufzubauen, da die Rating-Entscheidung der Agentur Standard & Pooor's noch ausstehe, und die unsichere Situation bei Mobilcom  weiter anhalte, riet der Experte. Aktien von France Telecom haben seit Jahresbeginn rund 77 Prozent ihres Wertes verloren. Papiere von Mobilcom gaben bis Mittag rund sieben Prozent ab und fielen damit unter die Marke von 7,90 Euro.

Moody's hatte die langfristigen Verbindlichkeiten des französischen Konzerns und seiner Mobilfunktochter Orange am Vortag um zwei Stufen von "Baa1" auf "Baa3" zurückgestuft. Die Analysten begründeten dies mit dem drohenden Anstieg der Schuldenlast auf bis zu 75 Milliarden Euro Ende dieses Jahres.

Aufgrund bedeutender Zins- und Investitionausgaben gehe die Ratingagentur nicht davon aus, dass das Unternehmen kurzfristig keinen freien Cash-Flow zur Reduzierung der Schulden generieren werde, hieß es.

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