Infineon Glück auf!

Der Halbleiterproduzent sucht sein Heil in Komponenten für UMTS-Handys.

München - Der Halbleiterhersteller Infineon  will ins Geschäft mit Komponenten für UMTS-Handys einsteigen. "Zur Marktreife von UMTS 2004 oder 2005 werden wir fertige Lösungen im Angebot haben - günstiger und mindestens so gut wie die derjenigen Hersteller, die heute schon trommeln", sagte Vorstandsvorsitzender Ulrich Schumacher dem Magazin "Focus".

Am Kerngeschäft von Infineon mit Speicherchips will der 44-Jährige trotz hoher Verluste im Geschäftsjahr 2001 festhalten: "Warum sollten wir unsere Spitzenposition in einem Markt aufgeben, der langfristig Zuwächse verspricht? Der Speichermarkt unterliegt starken Schwankungen, aber auf die haben wir uns eingestellt."

Produktionskosten runter

Bessere Margen will Schumacher vor allem auch durch günstigere Produktionskosten erzielen: "Wir werden weiterhin günstiger fertigen als unsere Konkurrenz - bis Ende des Jahres können wir einen Speicherchip für etwa vier Dollar produzieren."

Allerdings sieht Schumacher eine Besserung im Chipgeschäft für das Jahr 2003 durch staatliche Subventionen für den koreanischen Konkurrenten Hynix gefährdet. "Wenn eine neue koreanische Regierung Hynix weiter künstlich am Leben erhält, würde das weiter auf die Preise drücken und wäre für alle schlecht", erklärte der Infineon-Chef.