Außenhandel Deutlich unter Vorjahres-Quote

Der Außenhandel mit den EU-Ländern geht zurück. In die Niederlande etwa gingen 21 Prozent weniger Ausfuhren als im Januar 1998. Insgesamt sanken die Importe aus den Partnerländern stärker als die Exporte.

Der deutsche Außenhandel hat sich zu Jahresbeginn weiter abgeschwächt. Neben den Einbußen in den Krisenregionen in Südostasien, Rußland und Lateinamerika sinke die Nachfrage nach deutschen Produkten mittlerweile auch in den Ländern der Europäischen Union (EU), teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit.

Insgesamt hätten die Ausfuhren im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,5 Prozent abgenommen. Die Exporte in die EU-Partnerstaaten seien um 4,3 Prozent geschrumpft. Starke Rückgänge gab es den Angaben zufolge bei den Lieferungen nach Rußland (minus 57,8 Prozent) und in die Niederlande (minus 21 Prozent).

Auch die Einfuhren seien im Januar im Jahresabstand deutlich zurückgegangen, erklärten die Statistiker. Die Importe aus den EU-Ländern hätten dabei mit minus 13,9 Prozent stärker abgenommen als die gesamten Einfuhren mit minus 11,1 Prozent. Deutliche Einbußen hätten sich hierbei ebenfalls im Handel mit den Niederlanden (minus 20,5 Prozent), mit Großbritannien (minus 18,6 Prozent), Rußland (minus 18,6 Prozent) und mit China (minus 10,7) Prozent ergeben.

Wichtigster Handelspartner Deutschlands war den Angaben zufolge nach wie vor Frankreich mit einem Anteil von 12,6 Prozent an den gesamten Ausfuhren und von 11,6 Prozent an den Einfuhren. Unter den Drittländern waren die USA vor Japan der wichtigste außereuropäische Handelspartner.