Moody's Finanzieller Spielraum wird eng

Die Ratingagentur erwartet weniger Aufträge bei Ericsson und stuft die Kreditwürdigkeit herab.

Frankfurt am Main - Wegen Schwierigkeiten der Branche hat Moody's für den schwedischen Telekom-Ausrüster Ericsson  sowohl die kurz- als auch die langfristige Kreditwürdigkeit abgestuft. Das neue kurzfristige Rating laute 'Baa3' nach zuvor 'Baa2', das langfristige 'Prime-3' statt bisher 'Prime-2', teilte die Ratingagentur am Montag in Frankfurt mit. Moody's schloss eine weitere Abstufung der Ratings nicht aus, bis Ericsson eine geplante Aktienausgabe abgeschlossen habe.

Die Branche verzeichne weniger Aufträge für die Handys der zweiten Generation, also die derzeitigen Modelle. Zudem verzögere sich der Start der Mobiltelefone der dritten Generation.

Bei Ericsson wies Moody's auf die geplante Kapitalerhöhung von 3,3 Milliarden Euro über die Ausgabe neuer Aktien und das gestartete Kostensenkungsprogramm hin. Aber sinkende Umsätze würden den finanziellen Spielraum des schwedischen Konzerns wahrscheinlich einschränken. Moody's erwartet eine Stabilisierung des Umsatzes auf jährlich 170 Milliarden schwedische Kronen (18,76 Milliarden Euro) und erwartet infolge der Kostensenkungen eine Rückkehr zu operativen Profitabilität Anfang nächsten Jahres.

Mit dem Rating 'Baa3' erachtet Moody's die Kreditwürdigkeit von Ericsson als befriedigend, aber weist auch gleichzeitig auf spekulative Charakteristika oder mangelnden Schutz gegen wirtschaftliche Veränderungen hin.

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