BASF Im Vergleich zum Vorjahr schlechter

Beim Chemiekonzern hat sich der schwierige Geschäftsverlauf im ersten Quartal dieses Jahres fortgesetzt. BASF kämpft mit sinkenden Verkaufspreisen und steigenden Rohstoff-Preisen.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal nahm der Umsatz um 608 Millionen Euro oder 8,2 Prozent auf 6,773 Milliarden Euro (13,25 Mrd Mark) ab. Das wurde anläßlich der Hauptversammlung am Donnerstag in Ludwigshafen mitgeteilt.

Vor allem in den Monaten Januar/Februar war die Geschäftsentwicklung unbefriedigend. Im März belebte sich das Geschäft deutlich. Der Umsatz des vierten Quartals 1998 konnte aber vor allem aufgrund des relativ saisonalen Geschäfts mit Pflanzenschutzmitteln um 4,4 Prozent übertroffen werden.

In Europa waren vor allem die nachgebenden Verkaufspreise für den überproportionalen Umsatzrückgang von 12,4 Prozent ausschlaggebend. In Nordamerika konnte auf Dollarbasis eine leichte Umsatzsteigerung von 4,3 Prozent erzielt werden. Die starke Abwertung des Real führte in Südamerika zu einem Rückgang des Umsatzes in Euro. Trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Probleme konnte das Umsatzniveau in der Region Asien/Pazifik/Afrika behauptet werden.

Das Ergebnis vor Ertragssteuern sank um 18,1 Prozent auf 662 Millionen Euro. Nach Steuern ging das Ergebnis um 22,4 Prozent auf 323 Millionen Euro zurück. Der Konzern verwies auf nachgebende Verkaufspreise, die nur teilweise über gesunkene Rohstoffpreise ausgeglichen werden konnten. Infolge des vergleichsweise niedrigen Auftragsbestands vieler Bereiche erwartet BASF im ersten Halbjahr 1999 Umsätze und Ergebnisse, die unter den Vorjahreswerten liegen.

Als einziges Segment konnte Gesundheit und Ernährung den Umsatz im Berichtsquartal steigern, und zwar um 2,5 Prozent auf 1,387 Mrd EUR. Hierzu trug vor allem der Bereich Pharma bei. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit blieb mit 143 (196) Mio EUR unter dem Niveau des Vorjahresquartals.

Im Segment Farbmittel und Veredelungsprodukte ging der Umsatz um 4,4 Prozent auf 1,516 Mrd EUR zurück. Zur Ergebnisverbesserung auf 137 (129) Mio EUR trugen Dispersonen maßgeblich bei.

Im Segment Chemikalien kam es zu einem Umsatzrückgang um 13,3 Prozent auf 1,253 Mrd EUR. Das Segment erwirtschaftete mit 178 (211) Mio EUR erneut den höchsten Ergebnisbeitrag. Kunststoffe und Fasern erzielten einen Umsatz von 1,849 Mrd EUR, das sind 4,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das Ergebnis lag mit 100 (104) Mio EUR nur knapp niedriger.

Im Segment Öl und Gas kam es zu einem Umsatzrückgang auf 626 Mio EUR bei einem Ergebnis der Betriebstätigkeit von 47 (79) Mio EUR. Der Rückgang steht im Zusammenhang mit den gesunkenen Rohöl- und Erdgaspreisen.