DaimlerChrysler Zweistelliges Wachstum

Der gerade fusionierte Autokonzern wächst zweistellig und ist zuversichtlich, daß das für 1999 geplante Umsatzziel übertroffen wird. Mercedes erzielte einen Absatzrekord, die US-Marken verkauften sich nur leicht besser.

Stuttgart - Daimler-Chrysler-Vorstandschef Jürgen Schrempp erwartet, daß der Konzern im laufenden Jahr stärker wächst als bisher vorhergesagt. "Wir sind zuversichtlich, daß wir im laufenden Jahr unser ursprüngliches Umsatzziel von 137 Milliarden Euro (268 Mrd. Mark) übertreffen werden", erklärte Schrempp am Mittwoch in Stuttgart. Eine neue Kennzahl nannte Schrempp nicht.

Der Autokonzern hat in den ersten drei Monaten seinen Konzerumsatz um zehn Prozent auf 35 Milliarden Euro (68,45 Mrd. Mark) ausgebaut. Der Betriebsgewinn nach US-Rechnungslegung wuchs im Vorjahresvergleich um 16 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Stuttgart mit.

Motor des Wachstums war das Autogeschäft. Die Sparte Mercedes erzielte mit 243 000 Autos einen Absatzrekord. Das war ein Plus von 21 Prozent. Die US-Marken von Chrysler setzten 836 000 Fahrzeuge ab; das war ein Plus von 10 000 Stück.

Der deutsch-amerikanische Autokonzern erwarte, daß der Betriebsgewinn nach US-Rechnungslegung (Operating Profit) stärker als der Umsatz zulegen werde. Daimler-Chrysler bleibe insgesamt optimistisch, obwohl es Risiken aus den Wirtschaftsproblemen in Asien und Lateinamerika gebe sowie aus einer möglichen Konjunkturabschwächung in Westeuropa im zweiten Halbjahr.

Das Konzernergebnis vor Steuern wuchs im ersten Quartal den Angaben zufolge um 15 Prozent auf 2,806 (2,436) Milliarden Euro. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern erhöhte sich um 23 Prozent auf 1,639 (1,332) Milliarden Euro, das bereinigte Konzernergebnis je Aktie (EPS) stieg um 15 Prozent auf 1,64 (1,43) Euro.

Es wurden dabei Einmaleffekte herausgerechnet, darunter die Auswirkungen der Steuerreform in Deutschland im Jahr 1999 und der Gewinn aus dem Börsengang der Telekommunikationstochter debitel. Der unbereinigte Quartals-Gewinn nach Steuern betrug 1,2 Milliarden Euro nach 1,5 Milliarden Euro zuvor.