InMotion Ausschluss abgewendet

Zockertitel tanzen der Deutsche Börse weiter auf der Nase herum. Die Aktie legt kräftig zu.

Frankfurt - Das Medienunternehmen IN-Motion hat den Ausschluss vom Neuen Markt durch die Anrufung des Schiedsgerichts für den Neuen Markt abgewendet. Die Aktie legte daraufhin um mehr als 30 Prozent zu.

Das von der Deutschen Börse einberufene sogenannte Primary Markets Arbitration Panel habe einstimmig entschieden, dass Inmotion am Neuen Markt gelistet bleiben könne, teilte die Firma am Mittwoch mit. Inmotion hatte das Gremium im April angerufen, nachdem die Deutsche Börse die Entfernung aus dem Segment wegen nicht fristgerechter Vorlage des Geschäftsberichts für das Jahr 2001 beschlossen hatte.

Das Schiedsgremium habe sich in weiten Teilen der Argumentation der Inmotion-Anwälte angeschlossen, wonach der Ausschluss eine unverhältnismäßige Sanktion darstelle, teilte die Firma weiter mit. Es sei allerdings eine Geldstrafe von 100.000 Euro verhängt worden. Die Börse wollte die Entscheidung nicht kommentieren.

Das Primary Markets Arbitration Panel ist ein mit drei ehrenamtlichen Mitgliedern besetztes Gremium, das über Streitfälle bei der Auslegung des Regelwerks des Neuen Marktes entscheidet. In der Vergangenheit war es vor allem im Zusammenhang mit Sanktionsmaßnahmen der Börse gegen Neue-Markt-Unternehmen tätig geworden. In der Auseinandersetzung zwischen der Börse und dem insolventen Software-Unternehmen Micrologica über dessen Delisting vom Neuen Markt hatte es den Einspruch des Unternehmens abgelehnt.

Die Inmotion-Aktie notierte am Mittwochabend gegen den schwachen Trend mit 35,5 Prozent im Plus bei 2,71 Euro.