Analystengehälter Trennung vom Investmentgeschäft

Die CSFB kündigt Änderungen ihrer Hausregeln an. Bei der UBS Warburg bleibt alles beim Alten.

Zürich - Zürich - Im Gegensatz zur Credit Suisse First Boston (CSFB), will UBS Warburg, die Investmentbank der UBS, ihre Hausregeln für Analysten nicht ändern. Die Regeln hätten sich bewährt, hieß es. Nach Auskunft von Unternehmens-Sprecher Christoph Meier seien die geltenden Verhaltensregeln einfach erneut bekräftigt worden.

Anders dagegen die CSFB: Die Tochter der CS Group (CSG) kündigte in einem internen Schreiben an, die Löhne der Analysten künftig vom Verlauf des Investmentbanking-Geschäfts abzukoppeln.

Staatsanwalt empfiehlt Änderungen

Der Sprecher der größten Schweizer Bank begrüßte die vom New Yorker Staatsanwalte, Eliot Spitzer, im Rahmen des Vergleichs mit der amerikanischen Bank Merill Lynch erlassenen Empfehlungen. Spitzer empfahl insbesondere die Trennung der Löhne und Prämien vom Geschäftsverlauf der Investmentbanken.

Spitzer war in seinen Ermittlungen zum Schluss gekommen, dass die Analysten bei Merrill Lynch geschönte Aktienprognosen geliefert hätten, um der Investmentabteilung Kunden zu sichern. Die Analysten hatten verschiedentlich Kaufempfehlungen für Aktien ausgegeben, obwohl sie die Titel persönlich als Ramsch bezeichneten.

Im Rahmen der gütlichen Einigung zwischen Spitzer und Merill Lynch muss die Bank eine Buße von 100 Millionen Dollar bezahlen. 48 Millionen Dollar bezahlt sie dem Staat New York, den Rest um der Strafverfolgung durch alle anderen US-Staaten zu entgehen.

Für Spitzer ist die Affäre damit nicht erledigt. Er will seine Untersuchung auf alle großen Investmentbanken an der Wall Street ausweiten. Wie alle anderen Banken sei auch die UBS in diesem Zusammenhang gebeten worden, dem Staatsanwalt verschieden Unterlagen zur Verfügung zu stellen, ergänzte Meier. Der UBS-Sprecher konnte zu den laufenden Untersuchungen keine zusätzlichen Angaben machen.

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