Wella Gepflegtes Gewinnplus

Mit einem Plus von knapp 13 Prozent im frühen Handel belohnte die Börse die Anstrengungen des Kosmetikkonzerns, trotz Asien- und Rußlandkrise den Gewinn zu steigern.

Darmstadt - Für den Darmstädter Haarpflege- und Kosmetikkonzern Wella AG, der am Dienstag seine Bilanz vorlegte, war 1998 sicher kein leichtes Jahr. Die Krisen in Südostasien, vor allem in Japan, dem bedeutendsten Wella-Auslandsgeschäft, aber auch in Rußland, Australien und Neuseeland haben deutliche Spuren beim Umsatzwachstum hinterlassen haben. In den ersten neun Monaten betrug das Erlösplus (nominal) lediglich noch 1,9 Prozent (auf 3,1 Milliarden Mark).

Im April hatte der Vorstandsvorsitzende Jörg von Craushaar für die kommenden Jahre noch eine Umsatzsteigerung von drei bis vier Prozentpunkten über dem Marktwachstum in Aussicht gestellt, im September hatte das Unternehmen seine Umsatzprognose dann um etwa fünf Prozent nach unten revidiert.

Dennoch ist es den Darmstädtern in den ersten neun Monaten gelungen, den Gewinn vor Steuern um 22,8 Prozent auf 131 Millionen Mark hochzuschrauben. Dieses Kunststück dürfte vor allem auf die Verbesserung der Kostensituation zurückzuführen sein. Man darf gespannt sein, ob die Ergebnisdynamik auch im gesamten Jahr beibehalten werden konnte und wie das Unternehmen in das Jahr 1999 gestartet ist.