Deutsche Telekom Experten erwarten Milliarden-Nettoverlust

Experten erwarten einen Nettoverlust für das erste Quartal in Milliardenhöhe.

Düsseldorf - Für lange Gesichter bei Analysten und Investoren hat die Deutsche Telekom  gesorgt, als sie vor drei Wochen beim operativen Ergebnis des Erstquartals lediglich ein Plus im einstelligen Prozentbereich verkündete. Dabei hat die wichtige Sparte Mobilfunk ihr bislang bestes Periodenergebnis erzielt und die US-Tochter VoiceStream den Swing in die schwarzen Zahlen geschafft.

Wie sich die anderen drei Bereiche und der Konzern selbst in den ersten drei Monaten geschlagen haben, das gibt die Telekom am kommenden Mittwoch bekannt. Mit den Zahlen im Rücken wird sie dann wohl ihre mit Spannung erwartete Jumbo-Anleihe ausgeben.

Dass die Monate Januar bis März kein zweistelliges Wachstum beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) brachten, ist nach Meinung von Analysten einer der Gründe für die Talfahrt der T-Aktie in den vorigen Wochen. Ein solches Plus hat das Bonner Dax-Unternehmen aber zumindest für das zweite Halbjahr in Aussicht gestellt, und zwar vor allem dank der erwarteten Ergebnisbeiträge von VoiceStream.

Nettoverlust wird deutlich gestiegen sein

Von vwd befragte acht Analysten schätzen, dass die Telekom aus einem um 16 Prozent gesteigerten Umsatz von 12,9 Milliarden Euro ein Ebitda von 3,91 Milliarden Euro erwirtschaftet hat - rund acht Prozent mehr als im ersten Quartal 2001.

Beim Nettoergebnis wird sich der Verlust ausgeweitet haben. Diejenigen Analysten, die hier sämtliche Posten berücksichtigt haben, also auch die hohen Goodwill-Abschreibungen und etwaige außerordentliche Erträge, kommen im Schnitt auf ein Minus von 1,25 Milliarden Euro nach minus 0,36 Milliarden Euro vor einem Jahr.

Während der Mobilfunk boomt - Umsatz plus 66 Prozent, Ebitda mehr als verdoppelt - ist im Festnetzgeschäft weiter mit Rückgängen zu rechnen. Das hat die Telekom bereits zur Bilanzpressekonferenz am 23. April angekündigt. Bei den zwei übrigen Sparten T-Online und T-Systems zeige sich jedoch ein positiver Trend, so der Ex-Monopolist.

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