Linde Trotz Umsatz- und Ergebnisanstieg enttäuschende Zahlen

Die Analysten-Prognosen waren zu hoch. Die Börse quittiert die Bilanz mit einem Kursrückgang.

Wiesbaden - Der Mischkonzern Linde  hat im ersten Quartal 2002 bei Umsatz und Ergebnis zugelegt. Von Januar bis März stiegen die Erlöse um 2,1 Prozent auf zwei Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich wegen eines geringeren Zinsaufwandes um 6,3 Prozent auf 51 Millionen Euro. Das teilte das Unternehmen am Montag in Wiesbaden mit.

Damit hat das Unternehmen die Markterwartungen nicht erfüllen können. Nach einer VWD-Umfrage gingen Analysten von einem Gewinn vor Steuern von 49 Millionen Euro aus. Der Überschuss stieg dank des Verkaufs einer indirekten Beteiligung von knapp 160 Millionen Euro an der Dresdner Bank von 22 Millionen auf 188 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Linde ein Wachstum bei Umsatz und Ertrag.

Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich seit Ende 2001 um 126 auf 46.526 Beschäftigte. 28.348 sind im Ausland tätig, wo Linde vier Fünftel seines Umsatzes erwirtschaftet. Das Inlandsgeschäft verminderte sich um 7,5 Prozent auf 420 Millionen Euro. Mit 2,3 Milliarden Euro lag der Auftragseingang auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Dazu zählt auch die Bestellung einer der weltweit größten Sauerstoffanlagen, die in Saudi-Arabien entstehen soll.

An der Börse sind die Zahlen mit einem leichten Kursrückgang quittiert worden. Die Aktie fiel zum Wochenauftakt um rund 1,1 Prozent auf 52,90 Euro.