Transrapid Milliardenprojekt bleibt

Die Bahn wird nicht, wie spekuliert, nach China verkauft, sondern zwischen Hamburg und Berlin gebaut. Die Bundesregierung will an dem Projekt festhalten.

Hamburg/Bonn - Die Bundesregierung hält weiter am Bau der Strecke für die Magnetschwebebahn Transrapid zwischen Berlin und Hamburg fest. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums sagte am Montag in Bonn, es sei die klare Position der Regierung, daß sie das Projekt auf dieser Strecke verwirklichen wolle.

Grundlage für den Bau sei das noch von der vergangenen Regierung vorgelegte Eckpunkte-Papier, das vorsieht, daß der Bund sich mit 6,1 Milliarden Mark an dem Trassenbau beteiligt. Das Baurecht für die Planstrecke werde in nächster Zeit erteilt, sagte der Sprecher weiter. Die Entscheidung über den Bau der Strecke sei "in der entscheidenden Phase". Derzeit werde in dem zuständigen Industriekonsortium "spitz gerechnet".

Der Sprecher wies Medienberichte zurück, nach denen die Bundesregierung überlege, den Bau einer Magnetschwebebahn in China vorzuschlagen und dem Land dafür einen Kredit zu gewähren. Der Wunsch für ein solches Projekt müsse aus China kommen. Ihm sei aber keine Anfrage aus der Volksrepublik bekannt.

Der Trassenbau wird von der Deutsche Bahn inzwischen auf 8,2 Milliarden Mark und damit rund zwei Milliarden Mark mehr als bisher geschätzt. Zudem seien die Fahrgastzahlen in bisherigen Berechnungen mit 14,5 Millionen Fahrgästen im Jahr zu hoch angesetzt worden.

Die Magnetschnellbahn-Planungsgesellschaft (MPG) überprüft nach eigenen Angaben derzeit Möglichkeiten, Kosten beim Transrapid einzusparen. Eine Möglichkeit sei, einen Teil der geplanten Strecke eingleisig zu bauen.