Daimler-Chrysler A-Klasse in Brasilien

In Juiz de Fora, 180 Kilometer nordöstlich von Rio de Janeiro, läuft künftig die A-Klasse für Südamerika vom Band. Nach Europa und Asien ist das der dritte Markt für den Luxus-Kleinwagen.

Juiz de Fora - Daimler-Chryslers erstes Mercedes-Automobilwerk in Lateinamerika hat die Arbeit aufgenommen. Mercedes-PKW-Chef Jürgen Hubbert erklärte zur offiziellen Eröffnung am Freitag: "Ungeachtet der momentan schwierigen Situation in Lateinamerika halten wir an unseren langfristigen Plänen für diese Region fest. Wir sind sicher, daß sich die wirtschaftliche und finanzielle Lage in Südamerika deutlich erholen und insbesondere Brasilien zu einem der Schlüsselmärkte der Zukunft wird." Die A-Klasse ist in Deutschland seit Oktober 1997 und in Asien seit Oktober 1988 auf dem Markt und wurde bisher ausschließlich in Rastatt (Baden- Württemberg) gefertigt.

Die Stuttgarter Autobauer investierten 760 Millionen Euro (1,486 Mrd. Mark) in das brasilianische Werk mit 1500 Mitarbeitern. In diesem Jahr sollen 25.000 kleine Benz vom Band rollen. Ursprünglich hatte der Konzern eine Jahresproduktion von 40.000 Stück angepeilt. Diese Prognose mußte jedoch wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Brasilien zurückgenommen werden.