Heyde März-Gehälter noch nicht gezahlt

Nach langer Talfahrt kommt das Ende. Das Neue-Markt-Unternehmen stellt einen Insolvenzantrag.

Bad Nauheim - Das Software- und Beratungsunternehmen Heyde  ist zahlungsunfähig. Der Vorstand werde beim Amtsgericht Friedberg einen Insolvenzantrag stellen, teilte das Unternehmen am Montag in Bad Nauheim mit. Die Börse setzte die Aktie am Nachmittag vom Handel aus.

Die Gläubigerbanken hätten zwar ihre Unterstützung für die nächste Restrukturierungsphase zugesagt, dann aber nicht die notwendige Finanzierung zur Verfügung gestellt, hieß es in einer Pflichtmitteilung der Heyde AG.

Die Gespräche mit verschiedenen strategischen Investoren laufen unabhängig vom Insolvenzantrag weiter. Hier bestünden weiterhin mehrere Optionen, die von einer Minderheitsbeteiligung bis zu einer Vollübernahme reichten, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag zu vwd. Ansonsten gehe das Geschäft zunächst einmal "normal" weiter. "Der Königsweg für uns ist ein Fortführungsszenario", sagte der Sprecher.

Um die baldige Auszahlung der März-Gehälter werde sich der noch unbekannte vorläufige Insolvenzverwalter kümmern. Die Gehälter würden in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt durch eine Drittbank vorfinanziert. Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal sei durchwachsen. Während das Bestandsgeschäft solide gewesen sei, habe sich das Neugeschäft als flau erwiesen, hieß es weiter.


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