Deutsche Telekom Zinsaufwand steigt

Der Schuldenabbau wird teurer. S&P hat die Kreditbewertung des Konzerns herabgestuft.

London - Standard & Poor's (S&P) hat das langfristige Rating für die Deutsche Telekom  wegen der hohen Verbindlichkeiten des Konzerns herabgestuft. Dieses liege nun bei "BBB+" nach zuvor "A-", teilte S&P am Montag in London mit.

Mit ihrer Einstufung beurteilen die Analysten die langfristige Kreditwürdigkeit mit "befriedigend" nach zuvor "gut bis befriedigend". Ihr kurzfristiges Rating bekräftigte S&P mit "A-2".

Die Herabstufung war am Markt bereits erwartet worden, nachdem Deutsche Telekom den Börsengang ihrer Tochter T-Mobile verschoben hatte und der Verkauf der Kabelgesellschaften an den US-Medienkonzern Liberty Media am Veto der Kartellbehörden gescheitert war.

Ende Februar hatte bereits Moody's das Rating für die Deutsche Telekom abgesenkt. Der Bonner Konzern hat nach letzten Angaben Verbindlichkeiten in Höhe von knapp 67 Milliarden Euro. Nach Analysteneinschätzung bedeutet eine Abstufung der Kreditwürdigkeit einen erhöhten Zinsaufwand von 80 bis 150 Millionen Euro im Jahr.

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