BMW Glanzvoller Abgang für Milberg

Der Autobauer sattelt auf seine Rekordbilanz noch einen ambitionierten Ausblick. BMW sei "stärker als je zuvor", so der scheidende Chef Joachim Milberg. Nachfolger Panke will in diesem Jahr mehr als eine Million Fahrzeuge verkaufen.

München - Der Autobauer BMW  will auch in diesem Jahr unter seinem neuen Chef Helmut Panke an die Erfolge des Rekordjahres 2001 anknüpfen. Der scheidende Konzernchef Milberg präsentierte am Dienstag Vormittag eine Rekordbilanz: Das Jahr 2001, das erste Jahr ohne Rover, sei bei Umsatz, Absatz und Ergebnis das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte gewesen, sagte Milberg.

"Stärker als je zuvor"

Das Ergebnis vor Steuern wurde um fast 60 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz stieg um 3,3 Prozent auf 38,5 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite habe mit 8,4 Prozent ebenfalls Höchstniveau erreicht. Das Unternehmen will der Hauptversammlung eine um 13 Prozent erhöhte Dividende (0,52 Euro je Stammaktie, 0,54 Euro je Vorzugsaktie) vorschlagen.

"Die Marke BMW ist stärker als je zuvor", sagte der scheidende Unternehmenschef. Vor allem der Absatz des Mini stimme für die weitere Zukunft zuversichtlich. Im ersten Halbjahr 2002 seien noch keine stärkenden konjunkturellen Impulse zu erwarten: Doch für das zweite Halbjahr rechnet auch BMW mit einer deutlichen Erholung. Besonders bei Luxusautos, im sogenannten Premium-Segment, rechnet das Unternehmen weiterhin mit einer überdurchschnittlichen Nachfrage.

Absatzziel: Eine Million Fahrzeuge

Im Februar habe BMW mit den Marken BMW und Mini mehr als 152.000 Fahrzeuge verkauft, sagte Milberg. Diese stimme zuversichtlich, dass der Konzern sein Ziel erreichen werde, in diesem Jahr erstmal mehr als eine Million Fahrzeuge zu verkaufen. "Wir haben auf Stärke und nicht auf Größe gesetzt. Dies hat sich ausgezahlt", sagte Milberg.

Milbergs Nachfolger Helmut Panke will an die Erfolge anknüpfen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir bei den Eckwerten Absatz, Umsatz und Ertrag weitere Verbesserungen sehen werden", sagte Panke. Panke, derzeit Finanzvorstand des Münchener Automobilkonzerns, löst nach der Hauptversammlung Mitte Mai den bisherigen Konzernlenker Joachim Milberg ab.

Am Frankfurter Aktienmarkt reagierte das BMW-Papier kaum auf die Aussagen der Konzernspitze in München. Bis zum Mittag tendierten BMW bei geringen Umsätzen um 0,8 Prozent im Plus bei 46,49 Euro. Händler und Analysten begründeten das geringere Interesse der Anleger am Tag der Bilanzpressekonferenz mit dem zum großen Teil bekannten Zahlenmaterial. "Ansonsten ist der Ausblick zwar ambitioniert, aber doch insgesamt ziemlich nebulös", sagte ein Analyst einer Frankfurter Bank.

BMW: Eins auf den Deckel

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