Commerzbank "Das war nicht mehr zeitgemäß"

Bei der Commerzbank werden jetzt auch die Fonds der Konkurrenz empfohlen und verkauft.

Frankfurt - Ab sofort werden in allen Commerzbank-Filialen auch die Investmentfonds der hausfremden Fondsgesellschaften DWS, UBS, Janus, Credit Suisse, Invesco, Threadneedle und Fidelity "aktiv beraten und verkauft", teilte die Commerzbank  am Donnerstag mit. Bislang bot die Bank ihren Kunden überwiegend hauseigene Fonds an.

"Das eingeschränkte Angebot war nicht mehr zeitgemäß und genügte weder den Anforderungen unserer Kunden noch jenen unserer Berater", begründete Joachim Butterweck, zuständig für Investmentstrategie und Produktkonzeption im Wertpapiergeschäft, die neue Startegie. Die Bank habe sich dabei für namhafte nationale und internationale Gesellschaften entschieden.

Die drei hauseigenen Gesellschaften Adig, Alsa und Haus-Invest stünden gleichwertig neben den neuen Gesellschaften im Fondsprogramm, teilte die Commerzbank weiterhin mit.

15 Prozent mit Fremdfonds

Schon im vergangenen Jahr standen erstmalig zwei hausfremde Fonds auf der Empfehlungsliste: Der "Fidelity European Growth Fund" und der "Credit Suisse Equity Fund USA". Mit den zwei Fonds erreichte die Bank in 2001 nach eigenen Angaben bereits 15 Prozent ihres gesamten Fondsabsatzes.

Aktuell stehen als Fremdfonds unter anderem der DWS Vermögensbildung I und der Invesco Global-Dynamik Fonds im Fokus der aktiven Empfehlungen.