Pixelpark Rote Rekord-Zahlen

Für 2001 meldet die AG einen Konzernfehlbetrag von 86 Millionen Euro.

Berlin - Der Internetdienstleister Pixelpark  hat im vergangenen Jahr belastet durch außerplanmäßige Abschreibungen und Restrukturierungskosten einen Konzernfehlbetrag von 86 Millionen Euro verbucht. Außerdem teilte das Unternehmen am Freitag nach Börsenschluss mit, Mehrheitsaktionär Bertelsmann habe auf die Hälfte seines Gesamtdarlehens einen bedingten Forderungsverzicht mit Besserungsschein ausgesprochen.

Bertelsmann, mit 60,3 Prozent an dem Internet-Dienstleister beteiligt, hatte im Dezember seinen Kredit zur Stabilisierung der Liquiditätssituation bei Pixelpark um zusätzliche 15 Millionen Euro auf insgesamt 40 Millionen Euro erweitert.

Pixelpark bezifferte nun seine liquiden Mittel zum 31. Dezember 2001 auf 27,7 Millionen Euro nach 17,8 Millionen Euro Ende September 2001. Den Konzernfehlbetrag von 86 Millionen Euro verglich das Unternehmen mit einem Minus von 15,6 Millionen Euro im Rumpfgeschäftsjahr 2000, das vom 1. Juli bis 31. Dezember 2000 reichte.

Der Verlust vor Zinsen und Steuern belaufe sich auf 82,5 (Rumpfgeschäftsjahr 2000: minus 13,9) Millionen Euro. Wesentliche Ergebnisbelastungen resultierten nach Firmenangaben aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf Firmenwerte in Höhe von 35,7 Millionen Euro sowie Restrukturierungskosten von 14,6 Millionen Euro.

Der Konzernumsatz habe im vergangenen Jahr 81,3 (52,3) Millionen Euro betragen. Im Dezember hatte das im Auswahlindex des Neuen Marktes Nemax 50 gelistete Unternehmen noch angekündigt, 2002 die Gewinnzone erreichen zu wollen. Aus diesem Grund sollten unter anderem 200 Stellen abgebaut und eine Neuausrichtung auf das Kerngeschäft der Internet-Dienstleistung angestrebt werden.