Carrier 1 Gläubigerschutz beantragt

Eine weitere Nemax-Pleite - die Luxemburger Firma ist insolvent. Den Anlegern droht Totalverlust.

Luxemburg - Der Luxemburger Telekom-Ausrüster Carrier1  kann seine Schulden nicht bedienen und hat in Luxemburg Gläubigerschutz beantragt (Gestion Controlee). Die am 5. Februar fälligen Zinsen auf Euro- und Dollar-Anleihen würden voraussichtlich nicht geleistet, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Carrier 1 rechnet mit der Liquidation des Unternehmens.

Die am Neuen Markt notierte Aktie wurde um 10.20 Uhr vorübergehend bis 11.20 Uhr vom Handel ausgesetzt. Zuvor hatte das Papier bereits 8,1 Prozent auf 0,34 Euro verloren. Der Titel des Telekom-Ausrüsters werde im Laufe des Verfahrens voraussichtlich ohne Entschädigung für die Aktienbesitzer vom Markt genommen, hieß es in einer Pflichtmitteilung des Unternehmens.

Carrier 1 rechnet damit, dass ihre Tochtergesellschaften ebenfalls ähnliche Schritte oder Insolvenzverfahren einleiten. Das Gestion-Controlee-Verfahren sei eingeleitet worden, um eine geordnete Verwertung der Vermögenswerte zu erreichen. Ob das Unternehmen oder Teile davon verkauft werden könnte, sei allerdings fraglich.


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