Daimler-Chrysler Optimismus bei Nutzfahrzeugen

Der Konzern hat in der Sparte Nutzfahrzeuge den Gewinn im vergangenen Jahr mindestens verdreifacht.

Brüssel - Das gab das zuständige Vorstandsmitglied Kurt Lauk am Freitag auf der Brüsseler Nutzfahrzeugmesse bekannt. Nach Absatz- und Umsatzrekorden 1998 gehe das Unternehmen mit großem Optimismus ins neue Jahr, sagte Lauk.

Daimler-Chrysler sieht sich im Bereich Lastwagen, die schwerer als sechs Tonnen sind, und bei Bussen über acht Tonnen als weltweit größten Hersteller.

Nach den Angaben lag der Operating Profit, der Betriebsgewinn nach US-Rechnungslegung, von Januar bis September 1998 bei 1,42 Milliarden Mark. Im Gesamtjahr 1997 betrug das Betriebsergebnis 481 Millionen Mark. Endgültige Zahlen werden Ende März vorgelegt werden.

Lauk sagte, im vergangenen Jahr seien 490.000 Lastwagen, Transporter und Busse verkauft worden. Das seien 17 Prozent mehr als im Vorjahr. "Wir streben an, das Niveau dieses Jahr leicht zu übertreffen", erklärte Lauk. Um 17 Prozent habe sich auch der Umsatz auf 46 Milliarden Mark erhöht.

"Wir sind mit Absatz, Umsatz und Ertrag einen viel größeren Schritt vorangekommen, als wir noch zu Beginn des vergangenen Jahres geplant haben", so Lauk. "Der Nutzfahrzeugbereich mit seinen vier Marken Mercedes-Benz, Setra, Freightliner und Sterling zählt inzwischen zu einer festen Ertragssäule bei Daimler-Chrysler." Die Produkterneuerung habe sich bezahlt gemacht.

Lauk zeigte sich mit nahezu allen Absatzmärkten zufrieden. Die Marktführerschaft in Europa sei beispielsweise bei Transportern zwischen zwei und sechs Tonnen Gesamtgewicht bei einem Anteil von 19 Prozent noch ausgebaut worden. Im Bereich der nordamerikanischen Freihandelszone Nafta steigerte Daimler-Chrysler seinen Umsatz von 9,7 Milliarden Mark 1997 auf 13,9 Milliarden Mark 1998. In dem zunehmend schwierigen Markt Lateinamerika habe das Unternehmen einen Absatz - wie schon 1997 - von etwa 56.000 Fahrzeugen erreicht.

Für den asiatischen Markt erwartet Daimler-Chrysler ungeachtet der gegenwärtigen Krise ein großes Wachstum. Zu den Spekulationen, das Unternehmen werde mit dem japanischen Hersteller Nissan nicht nur im Nutzfahrzeugbereich, sondern auch im Personenfahrzeugbereich eine Kooperation suchen, sagte Lauk, vor irgendwelchen Entscheidungen müßten zuerst alle wirtschaftlichen und strategischen Aspekte geklärt sein. "Es muß mit Augenmaß vorgegangen werden." Daimler-Chrysler und Nissan Diesel hatten am 27. Juli 1998 grundsätzlich vereinbart, ein leichtes Nutzfahrzeug gemeinsam zu entwickeln und zu produzieren. "Das läuft gut", sagte Lauk.

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