Urlaub Rekordsumme ausgegeben

Deutsche Reisende haben 1998 im Ausland so viel Geld ausgegeben wie nie zuvor.

Stuttgart - Die Deutschen haben im vergangenen Jahr bei Auslandsreisen die Rekordsumme von 82 Milliarden Mark ausgegeben - sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Im neuen Jahr dürften die Ausgaben noch einmal um vier Prozent steigen. Das sagte der Stuttgarter Messechef Walter Gehring am Freitag vor Beginn der Messe Caravan, Motor und Tourismus (CMT).

Das beliebteste Reiseland der Deutschen bleibe aber unangefochten Deutschland mit 31 Prozent aller Reisen. In der Saison 1997/98 seien 19,5 Millionen Inlandsreisen verzeichnet worden. Auf dem zweiten Platz liege Spanien mit 8,3 Millionen Reisen, gefolgt von Italien mit 5,7 Millionen und Österreich mit 4,2 Millionen Reisen.

Während die Spanienaufenthalte im Vergleich zum Vorjahr um weitere 7,3 Prozent zugelegt hätten, sei in Italien und Österreich eine Stagnation zu verzeichnen gewesen, sagte Gehring. Das Boomziel schlechthin sei 1998 Griechenland gewesen, das sich mit einem Plus von 19,5 Prozent und 2,6 Millionen deutscher Touristen den vierten Rang unter den Auslandsreisezielen zurückerobert habe.

Bei den Fernreisezielen dürfte Nordamerika nach Auskunft Gehrings im vergangenen Jahr die Schwelle von zwei Millionen Besuchern übersprungen haben. In Südostasien - mit der Ausnahme von Thailand und Sri Lanka - und in Ostafrika habe es Einbrüche gegeben. Auf der Sonnenseite seien hingegen die Reiseziele in der Karibik. Die gesamte Region habe im Vorjahresvergleich um 7,3 Prozent zugelegt. Der größte Verlierer sei Ägypten gewesen, das nach den Attentaten von Luxor und Kairo die Hälfte seiner deutschen Gäste verloren habe. Das Passagieraufkommen bei den Flugreisen in das afrikanische Land sei auf etwa 400.000 Personen zurückgefallen.

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