Zinsen Fed probt die ruhige Hand

Die Fed ändert ihre Strategie. Die US-Börsen ziehen kräftig an.

New York - Nach einer langen Serie von Zinssenkungen im vergangenen Jahr hat die US-Notenbank den entscheidenden Leitzins am Mittwoch unverändert gelassen: Notenbankchef Alan Greenspan und seine Kollegen entschieden, den Federal-Funds-Satz bei 1,75 Prozent zu halten. Der Leitzins für die kurzfristige Geldbeschaffung der Privatbanken bleibt damit auf dem niedrigsten Stand seit rund 40 Jahren.

Der Schritt wurde mit Anzeichen für eine wiedererstarkende Konjunktur begründet. "Die Aussichten für eine wirtschaftliche Erholung sind vielversprechender geworden", hieß es in einer Erklärung der Federal Reserve Bank. Die Nachfrage scheine wieder zu steigen, die wirtschaftlichen Aktivitäten legten zu.

Späte Erholung an den Börsen

Weitere Zinssenkungen schloss die Notenbank aber nicht aus. Sollte es nötig werden, würden die Leitzinsen weiter nach unten korrigiert. Die Entscheidung und der Ausblick der Notenbank kamen an den US-Märkten gut an: Dow-Jones-Index für 30 drehte nach Bekanntgabe der Entscheidung im späten Handel ins Plus und baute seine Gewinne bis Handelsschluss immer weiter aus. Der Dow schloss 1,5Prozent fester, während die Nasdaq 1,1 Prozent zulegte.

Elf Zinssenkungen in Folge

Im vergangenen Jahr hatte die US-Notenbank angesichts der anhaltenden Konjunkturflaute den Zinssatz elf Mal in Folge gesenkt. Damit sollte die schwächelnde Wirtschaft wieder angekurbelt werden. Die letzte Zinsentscheidung fiel am 11. Dezember.