Roche Übernahme verdaut

Der Schweizer Pharmakonzern hat seinen Umsatz 1998 gegenüber dem Vorjahr um fast ein Drittel steigern können.

Basel - Der Konzerngewinn werde trotz der Übernahme von Boehringer Mannheim und dem US-Aromenhersteller Tastemaker über dem letztjährigen Gesamtergebnis in Höhe von 4,3 Milliarden Franken vor Sonderbelastungen (rund 5,2 Milliarden Mark) liegen. Das teilte die F. Hoffmann-La Roche AG am Donnerstag mit. Der Umsatz nahm um 31 Prozent auf 24,66 Milliarden Franken zu. In lokalen Währungen erhöhten sich die Verkäufe sogar um 35 Prozent.

Roche hatte zunächst durch die Übernahme von Boehringer und Tastemaker eine vorübergehende Gewinnverwässerung erwartet. Doch dank der guten Verkäufe, der raschen Integration der übernommenen Firmen und des sehr guten nicht-operationellen Ergebnisses rechnet Roche jetzt mit einem besseren Konzerngewinn als 1997. Diese genauen Zahlen sollen erst später veröffentlicht werden. Das im Zuge der Boehringer-Übernahme mit erworbene amerikanische Orthopädieunternehmen DePuy wurde im November für 2,9 Milliarden Franken an den US-Konzern Johnson & Johnson verkauft.

Die Division Pharma konnte durch die starken Verkäufe neuer, aber auch bewährter Medikamente um 19 Prozent auf 14,38 Milliarden Franken Umsatz wachsen. Dazu trug auch die rasche Eingliederung des Produktsortiments von Boehringer Mannheim bei, hieß es. Die Verkäufe in den USA wuchsen erheblich stärker als der Markt. Auch in den wichtigsten europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, wurden Marktanteile hinzugewonnen.

Xenical, das neuartige Medikament gegen Fettleibigkeit, hat bislang in über 20 Ländern die Zulassung erhalten. Seit der Markteinführung Ende des dritten Quartals 1998 habe die Nachfrage besonders in Europa die Erwartungen übertroffen. In den USA ist Xenical noch nicht zugelassen.

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