Motorola Vier Chipfabriken machen dicht

Der Konzern streicht 6000 Jobs in der Chipsparte und will im 3. Quartal die Gewinnzone erreichen.

New York - Der Mobilfunk- und Chiphersteller Motorola  plant, vier weitere Chipfabriken in den kommenden neun bis 15 Monaten zu schließen. Dies teilte der Konzern während einer Telefonkonferenz am Mittwoch Abend (MEZ) mit.

Nach der Schließung einer Chip-Fabrik und drei Test-Werken verfüge der Konzern dann insgesamt noch über acht so genannte Wafer-Fabriken und zwei Test-Werke.

Im Zuge der Werksschließunmgen würden 2500 weitere Stellen wegfallen. Insgesamt sollen im Jahr 2002 in der Halbleitersparte 6000 Stellen gestrichen werden, womit sich die Zahl der Arbeitsplätze im Halbleiterbereich von 34.000 zu Beginn des vergangenen Jahres auf dann 24.000 reduzieren werde.

Rückkehr in die Gewinnzone im dritten Quartal

Vor diesem Hintergrund will der Konzern im dritten Quartal wieder die Gewinnzone erreichen und die Erwartungen der Analysten für das Gesamtjahr sogar übertreffen, hieß es am Abend weiter. Motorola erwarte für das Gesamtjahr einen Gewinn je Aktie von vier Cents, vor Sonderaufwendungen könnten es sogar 15 Cents je Aktie werden.

Für das erste Quartal geht der Konzern von einem Verlust von 11 bis 14 Cents vor Einmaleffekten aus. Die Umsätze sollen zwischen 6 und 6,1 Milliarden Dollar betragen. Analysten erwarten im Durchschnitt einen Verlust von 12 Cents je Aktie.

Im laufenden Geschäftsjahr will Motorola rund 420 Millionen Handys verkaufen, teilte der Konzern weiter mit. Im vergangenen Jahr lieferte Motorola rund 400 Millionen Handys aus.

Am Dienstag hatte der Konzern nach US-Börsenschluss für das vierte Quartal einen Verlust gemeldet, der jedoch geringer als erwartet war. Der Konzern wies einen Verlust von vier Cents je Aktie aus dem laufenden Geschäft aus. Analysten hatten jedoch mit einem Verlust von fünf Cents je Anteilsschein gerechnet.

Lutz Reiche