Nokia Morgan Stanley sorgt für Kurssturz

Nach einer Herabstufung fällt die Aktie stark ab und zieht Technologiewerte in den Keller.

Frankfurt - Eine Herabstufung durch das Investmenthaus Morgan Stanley hat die Aktie des weltgrößten Handyherstellers Nokia (Kurswerte anzeigen) am Montag kräftig unter Druck gesetzt. In Folge der Kursverluste gaben Technologiewerte europaweit nach. Nokia legt am Donnerstag dieser Woche seine Quartalszahlen vor. Marktbeobachter erwarten im Durchschnitt ein Vorsteuerergebnis von 1,44 Milliarden Euro nach 1,77 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Am Freitag folgt dann Konkurrent Ericsson.

Die Experten von Morgan Stanley haben ihre Einstufung für Nokia auf "Underperform" von "Neutral". Aufhorchen ließ die Börsen allerdings eher das drastisch reduzierte Kursziel. Morgan Stanley senkte dies auf 15 Euro. Die Aktie von Nokia gab bis 11.30 Uhr rund 6,70 Prozent auf 23,82 Euro nach.

Gleichzeitig haben die Analysten ihre Gewinnschätzungen für den Handykonzern abgesenkt. Für das laufende Jahr erwarten sie nunmehr einen Gewinn je Aktie von 0,73 (0,77) Euro und für das kommende Jahr 0,81 (0,84) Euro. Die Experten begründeten dies zum Teil mit einem Absenken ihrer Erwartungen hinsichtlich des Mobilfunkmarktes in China. Sie rechnen mit einem Rückgang der Gewinne in den Bereichen Kommunikation und Infrastruktur. Zudem gehen die Analysten, wie es in der Studie weiter heißt, für das laufende Jahr von einem niedrigeren Wachstum des Mobilfunkbereichs aus.

Nach einem Bericht der Welt am Sonntag haben die Analysten von ABN Amro ihre Schätzungen für den Handy-Gesamtmarkt in diesem Jahr von 440 Millionen auf 425 Millionen Handys herabgesetzt. Das schwache Weihnachtsgeschäft sei ein Indiz dafür, dass die Branche nicht recht auf die Beine komme, zitiert die Zeitung André Jäkel, High-Tech-Spezialist bei der niederländischen Bank.

Die Nachricht von der Herabstufung drückte Technologiewerte im Dax deutlich, erklärten Händler. Siemens  , SAP  , Infineon  und die Papiere des Nokialieferanten Epcos  fielen zwischen 3,30 und vier Prozent in den Keller.

Deutsche Bank bleibt bei "Strong buy"

Die Analysten der Deutschen Bank blieben unterdessen bei ihrer Einstufung "Strong Buy" und gaben ein Kursziel von 39,50 Euro für die Nokia-Papiere vor.

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