Loewe Abschied von Telekom

Der Hersteller von Unterhaltungselektronik steigert den Umsatz. Analysten sind optimistisch.

Kronach - Die Loewe AG  will im Geschäftsjahr 2002 weiterhin das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um zehn Prozent und den Umsatz um acht Prozent steigern. Der Gewinn je Aktie soll über zehn Prozent angehoben werden, teilte das im MDAX gelistete Unternehmen am Montag mit.

Das Jahr 2002 werde von der Markteinführung der neuen Produktlinie Systems geprägt sein. Die von Loewe betriebene Internationalisierung auf bestehenden und neuen Märkten werde das Profil der Marke stärken.

Umsatz gestiegen

Im Geschäftsjahr 2001 hat das Unternehmen einen Rückgang beim EBIT auf 20 (21,9) Millionen Euro zu verzeichnen, der mit der defizitären Sparte Telekommunikation erklärt wird. Der Umsatz stieg dagegen auf 392 (364) Millionen Euro. Im Geschäftsbereich Telekommunikation, von dem sich Loewe trennen will, sank aufgrund von Lieferproblemen und hohem Preisdruck der Umsatz auf 20 (23,9) Millionen Euro.

Im Geschäftsbereich HomeMedia Systems, der 90 Prozent des Umsatzes ausmacht, stiegen Ergebnis und Umsatz den Angaben zufolge um 17 bzw zehn Prozent stärker als die mittelfristigen Zielsetzungen des Unternehmens.

Analysten optimistisch

Analysten auf Grund der Erschließung weiterer europäischer Märkte Wachstumspotenzial für die Loewe AG. ABN Amro stuft die Aktie mit "Kaufen" ein, die HypoVereinsbank mit "Outperform". Als Nischenanbieter im Segment Unterhaltungselektronik könne Loewe kurzfristig wachsen, zumal im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres mit einem postiveren Konsumverhalten zu rechnen sei. Nach Ansicht der HypoVereinsbank dürfte der MDAX-Wert weiter Marktanteile im Ausland gewinnen. In Großbritannien werde Loewe in diesem Jahr "enorm" wachsen, da die Marke erstmals in die Regale komme. In den Benelux-Ländern habe der deutsche Unterhaltungselektronikhersteller innerhalb von vier, fünf Jahren fast das Niveau des Marktanteils in Deutschland erreicht. Auch in Frankreich, Italien und Spanien seien bereits zwei Drittel des heimischen Anteils erreicht.

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