Bankenhaftung Der Fall Deutsche Telekom

Der Vorwurf:

Als sich der Konzern im Juni 2000 das dritte Mal Geld an der Börse besorgte, sollen die Immobilienwerte der Deutschen Telekom (Kurswerte anzeigen) im Prospekt um mehr als zwei Milliarden Euro zu hoch angesetzt worden sein. Aktionäre werfen Ron Sommer und seinen Vorstandskollegen vor, von dem überhöhten Bilanzwert gewusst zu haben. Deshalb soll der Konzern den Anlegern, die damals T-Aktien orderten, wegen des fehlerhaften Prospektes ihre Verluste ersetzen.

Die Chancen: Die Aktionäre müssen den Telekom-Vorständen beweisen, dass sie schon vor dem dritten Börsengang von der Fehlbewertung wussten. Zudem müssen die Kläger genau beziffern, welcher Teil der Kursverluste seit Sommer 2000 der Gebäude-Abwertung zuzurechnen ist. Ein reichlich schwieriges Unterfangen, mussten doch im vergangenen Jahr nahezu sämtliche Telekomwerte hohe Verluste an der Börse verzeichnen.

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