Warren Buffett Zehn Milliarden futsch

Die US-Investmentlegende, auch bekannt als das "Orakel von Omaha", hat in den ersten neun Monaten des Jahres enorm viel Geld verloren. Einige von Buffetts wichtigsten Beteiligungen rauschten in den Börsenkeller.

New York - Warren Buffett ist einer der reichsten Männer der USA. Durch eine geschickte Anlagestrategie hat seine in Nebraska ansässige Firma Berkshire Hathaway  seit Mitte der fünfziger Jahre ein riesiges Vermögen angehäuft.

Berkshire hält derzeit Aktien im Wert von 27,2 Milliarden Dollar. Dies gab Buffett am vergangenen Donnerstag in einer Pflichtmitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC bekannt. Das sind 10,4 Milliarden Dollar beziehungsweise 28 Prozent weniger als Ende 2000, als sich der Wert von Buffetts Portfolio auf 37,6 Milliarden Dollar belief. Buffetts Portfolio fiel somit stärker als der Gesamtmarkt: Der US-Index S&P 500 büßte im gleichen Zeitraum lediglich 21 Prozent ein.

Amex schlägt ins Kontor

Schuld an dem Wertverlust sind vor allem Buffetts große Beteiligungen wie Coca-Cola , American Express  oder Gillette . Die Aktien dieser Unternehmen sind innerhalb der ersten neun Monate des laufenden Jahres stark gefallen. Größter Verlustbringer im Buffett-Portfolio war das Kreditkartenunternehmen American Express. Der Wert von Buffetts 11-prozentiger Amex-Beteiligung hat sich innerhalb der vergangenen neun Monate fast halbiert.

Trotz des Minus im Gesamtportfolio liegt Buffett bei seinen einzelnen Investments vermutlich weiter im Plus: Die meisten Aktienpositionen in seinem Depot hält der Aktienguru bereits seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten - gemäß seinem Motto: "Kaufe nie eine Aktie, die Du nicht auch zehn Jahre halten würdest."

Thomas Hillenbrand