Stefan Domeyer "Unser Schicksal liegt im Ermessen des Gerichts"

Dem Metabox-Gründer war die Erleichterung nach den HV-Beschlüssen anzusehen. Im Gespräch mit mm.de äußert er sich zum weiteren Vorgehen.

mm.de:*

Herr Domeyer, die Hauptversammlung hat die Entlastung des Vorstandes und die Kapitalerhöhung beschlossen. Was bedeuten die Beschlüsse der HV für Sie?

Stefan Domeyer: Mit den Beschlüssen zur Kapitalerhöhung haben wir jetzt das Instrumentarium, um Investoren rechtlich zu binden. Diesen Schritt müssen wir jetzt noch tun.

mm.de: Es heisst, bis heute abend müssen die geforderten sieben Millionen Mark vorliegen, um die Insolvenz abzuwenden ...

Stefan Domeyer: Es gibt keine gesetzliche Frist, sondern diese Entscheidung liegt im Ermessen des Amtsgerichts. Es wird weitere Gespräche mit dem Gericht geben. Ich bin zuversichtlich, dass wir in diesen Gesprächen in den kommenden Tagen jetzt akzeptable Vorschläge präsentieren können.

mm.de: Haben sie mit der Entlastung des Vorstandes gerechnet?

Stefan Domeyer: Ich bin überrascht und freue mich. Dennoch kommt keine Champagnerlaune auf. Ich verstehe die Entlastung als Aufforderung, verlorenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen, und ich werde alles tun, um diese Aufgabe zu erfüllen.

* Das Interview führte mm.de-Redakteur Kai Lange


Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.