Kinowelt Teilerfolg vor Gericht

Der Filmrechtehändler wehrt sich erfolgreich gegen einen Ausschluss vom Neuen Markt.

München - Als neuntes Unternehmen am Neuen Markt hat die finanziell angeschlagene Kinowelt Medien AG eine Einstweilige Verfügung gegen die "Pennystock"-Regeln der Deutschen Börse AG erwirkt. Die Deutsche Börse dürfe nach der Entscheidung des Frankfurter Landsgerichts die neuen Regel erst ab April 2002 anwenden, teilte Kinowelt am Mittwoch mit.

Nach Angaben der Deutschen Börse hatten zuvor bereits die Unternehmen Foris , Advanced Medien, Abacho Heiler Software, Telesens, Poet Holding, Blue C und digital advertising diesen Schritt unternommen. Gegen die Entscheidung im Fall Foris hat die Deutsche Börse nach Angaben einer Sprecherin Berufung eingelegt. "Bei den anderen prüfen wir unsere Rechtsmittel".

Von den seit Anfang des Monats geltenden "Penny-Stock"-Regeln der Deutschen Börse sind Unternehmen betroffen, deren Aktienkurs an 30 aufeinander folgenden Börsentagen den Kurs von einem Euro unterschreitet und deren Marktkapitalisierung zugleich unter 20 Millionen Euro sinkt. Aussschlag gebend für einen Rauswurf vom Neuen Markt ist dann die Kursentwicklung in den folgenden 90 Handelstagen.

Schaffen die Billigaktien die Grenzwerte an 15 aufeinander folgenden Tagen nicht, bedeutet das den Abschied von dem Handelssegment.