TelesensKSCL Aufschub erwirkt

Der Anbieter von Billing-Systemen für den Telekommunikationsbereich hat eine einstweilige Verfügung gegen ein Delisting der eigenen Aktie durchgesetzt.

Für Telesens antwortete Moritz Gerke, der Vorstands-Vorsitzende des Kölner Unternehmens.

1. Ihre AG ist von der neuen Ausschlussregel am Neuen Markt bedroht. Wie hoch schätzen Sie die Chance ein, dass Sie in einem Jahr dennoch in dem Wachstumsmarkt notiert sein werden?

Das Landgericht Frankfurt hat am 2. Oktober 2001 auf Antrag der Telesens KSCL AG eine einstweilige Verfügung gegen die Deutsche Börse AG erlassen, derzufolge diese Regel erst ab 1. April 2002 auf Telesens anwendbar ist. Damit reiht sich unser Unternehmen in die Reihe derer ein, die erfolgreich eine einstweilige Verfügung gegen das sofortige Inkrafttreten der so genannten "Penny-Stock"-Regel erlangt haben.

2. Was würde sich ändern, wenn Ihre AG an den Geregelten Markt wechselt? Haben institutionelle Investoren und Designated Sponsors sich zu diesem Szenario bereits geäußert?

In Anbetracht des von Telesens angestrebten und nunmehr erlangten Zeitaufschubs bis zum April 2002 haben derzeit - abgesehen von der entsprechenden Information über diesen Aufschub - keine weitergehenden Gespräche mit den von Ihnen genannten Ansprechpartnern stattgefunden.

3. Welche Maßnahmen planen Sie kurzfristig, um den Aktienkurs nachhaltig über der Ein-Euro-Marke zu halten?

Dank des bis zum April 2002 erlangten Aufschubs bleibt der Telesens AG ausreichend Zeit, entsprechende Maßnahmen mit der erforderlichen Sorgfalt gegeneinander abzuwägen und gegebenenfalls unseren Aktionären vorzuschlagen.

4. Wie stark hat sich der Kurs-Verfall auf das tägliche Geschäft Ihres Unternehmens ausgewirkt? Wie reagieren Kunden und Lieferanten? Sind mögliche Akquisitionen betroffen?

Leider hat im Zuge der allgemeinen Entwicklung an den Börsen und insbesondere bei den Werten des Neuen Marktes auch die Telesens-Aktie in den letzten Monaten starke Kursverluste hinnehmen müssen. Auf das tägliche Geschäft mit Kunden und Lieferanten hat dies direkt keine Auswirkungen. Akquisitionen sind derzeit nicht geplant.

5. Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass Ihr Unternehmen übernommen wird? Verhandeln Sie bereits mit Interessenten?

Solche Themen sollten unseres Erachtens grundsätzlich nicht in der Öffentlichkeit diskutiert werden, solange sie nicht abgeschlossen sind. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass wir uns - diesem Grundsatz folgend - zu Ihrer Frage nicht weiter äußern.


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