Banken "Der Commerzbank geht es schlecht"

So bewerten die Analysten die geplanten und möglichen Stellenstreichungen.

Frankfurt - Analysten haben sich bezüglich der angekündigten beziehungsweise möglichen Stellenstreichungen bei Frankfurter Großbanken zurückhaltend gezeigt. Die Schritte seien notwendig gewesen und nicht überzubewerten, sagte Martin Peter (WestLB Panmure). Die Kostenproblematik sei schon länger vorhanden. Zudem wirkten die schwache Konjunktur und die Anschläge in New York wie ein Katalysator auf die Kostenrelationen. Da angesichts der wirtschaftlichen Lage kaum eine Verbesserung der Ertragsseite möglich sei, verbleibe den verantwortlichen Vorständen lediglich die Aufwands- und Kostenseite als Stellschraube.

Daher sollten Anleger nicht allzu große Hoffnungen in die Maßnahmen setzen, so Peter weiter. Nach Meinung von Andreas Köchling (Frankfurter Sparkasse) ist die Personalreduzierung der Dresdner Bank auch vor dem Hintergrund der Eingliederung in die Allianz  zu sehen. Die Situation bei der Commerzbank  sah der Analyst besonders kritisch: "Der Commerzbank geht es einfach schlecht, und ihr laufen die Kosten davon." Dagegen sei die Deutsche Bank , die unbestritten ebenfalls ein Kostenproblem habe, international wesentlich besser positioniert, so Köchling weiter.

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