Montag, 23. September 2019

Thiel Logistik "Eine Reform des Neuen Marktes ist notwendig"

Das Luxemburger Unternehmen plädiert für die Einführung eines Nemax 20 und weiterer Sub-Indizes.

Die Fragen beantwortete Ralf Krabbes, Director Corporate Communications, Marketing/Investor Relations.

Ralf Krabbes
Ralf Krabbes
1. Das Kursdesaster und die jüngsten Skandale am Neuen Markt schaden dem Standing des neuen Börsensegments. Sehen Sie durch diese Entwicklung auch das Image Ihres Unternehmens gefährdet?

Wir sehen das Image der Thiel Logistik AG nicht geschädigt, da wir ein Unternehmen mit hohem Wachstum sind. Wir sind im Technologie-Sektor verankert und sehen uns im Neuen Markt richtig positioniert.

2. Viele Fondsfirmen wollen womöglich nie wieder in Werten des Neuen Marktes investieren. Sehen Sie dadurch Ihre Finanzierung mit Eigenkapital (etwa bei Kapitalerhöhungen) erschwert?

Richtig ist, dass einige Neue-Markt-Fonds aufgelöst wurden. Derzeit planen wir keine Kapitalerhöhung, aber es gibt viele Möglichkeiten zur Kapitalerhöhung.

3. Denken Sie an einen Rückzug vom Neuen Markt, und welches Segment würden Sie dann bevorzugen?

Wir denken nicht an einen Rückzug aus dem Neuen Markt.

4. Die Deutsche Börse AG will insolvente Unternehmen und Firmen mit einem geringen Börsenwert aus dem Neuen Markt verbannen. Halten Sie dies für einen angemessenen Weg, das Vertrauen in den Neuen Markt wiederherzustellen?

Eine Reform des Neuen Marktes ist notwendig.

5. Welche Alternativen würden Sie vorschlagen?

Wir würden uns eine zusätzliche Segmentierung des Neuen Marktes wünschen, zum Beispiel in Nemax 20, M-Nemax und S-Nemax. Es sollte eine Regelung geben, die - ähnlich der der Nasdaq - zu einem Ausschluss von Unternehmen führen kann.

6. Welche Chance räumen Sie dem Neuen Markt ein, wieder zu einem Qualitätssegment zu werden?

Wir sehen gute Chancen für den Neuen Markt.


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