Epcos Versuch der Schadensbegrenzung

Die zweite Siemens-Tochter bestätigt die Prognosen. Im Sog von Infineon fällt der Kurs trotzdem.

München - Der Bauelemente-Hersteller Epcos AG, München, hat nach der Gewinnwarnung der Infineon Technologies AG seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2000/2001 (30. September) bekräftigt. Dem Kurs der Aktie half dies allerdings nicht.

Das Unternehmen rechne weiter mit einem Umsatzanstieg zwischen zehn und 15 Prozent und einer Ebit-Marge von etwa 16 Prozent, teilte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch mit. Darüber hinaus bekräftigte er die Aussagen des Vorstandsvorsitzenden Gerhard Pegam, wonach die Auftragsstornierungen inzwischen rückläufig seien. Allerdings ist es nach den Worten des Sprechers noch zu früh, um von einer Nachfrageerholung zu sprechen.

Der Halbleiterhersteller Infineon Technologies AG, München, hatte am Berichtstag angekündigt, dass er wegen der Krise auf dem Markt für Speicherchips im dritten Quartal mit einem Verlust von bis zu 600 Millionen Euro rechnet und auch für das Gesamtjahr einen Verlust nicht mehr ausschließen kann. In der Folge der Gewinnwarnung gaben auch die Kurse von anderen Technologiewerten deutlich nach.