Analystentest HSBC Trinkaus hat die Nase vorn

Den Index haben alle Banken geschlagen, aber nur wenige erzielten Kursgewinne mit ihren Tipps.

Hamburg - Die Analysten des Düsseldorfer Bankhauses HSBC Trinkaus & Burkhardt sind die Sieger des diesjährigen Tests der Bankempfehlungen für deutsche und europäische Aktien, den der Hallenser Professor für Betriebswirtschaftslehre Reinhart Schmidt exklusiv für manager magazin durchgeführt hat.

Sowohl in der Kategorie Dax 30 als auch bei den Aktien des Neuen-Markt-Index Nemax 50 schnitten die Researcher von Trinkaus & Burkhardt am besten ab. Bei europäischen Aktien des Stoxx 50 gaben die Experten der Londoner Bank Schroder Salomon Smith Barney die besten Tipps.

Der mittlerweile zehnte mm-Analystentest ist nach Qualität und Umfang einzigartig in Deutschland. Schmidt hat über 4600 Kauf- und Verkaufsempfehlungen von insgesamt 23 deutschen und ausländischen Banken untersucht. Auf den Plätzen zwei und drei landeten beim Dax 30 die BHF-Bank und die Sal. Oppenheim; beim Nemax 50 die WestLB Panmure und die BHF-Bank; beim Stoxx 50 die NordLB vor der BHF-Bank.

Da die Aktientipps der Banken meist in Form relativer Urteile gegeben werden (zum Beispiel: übergewichten/untergewichten), hat Schmidt zum ersten Mal die Qualität der Empfehlungen vor dem Hintergrund der Entwicklung von Dax 30, Nemax 50 und Stoxx 50 bewertet. Das Ergebnis: Alle Banken waren besser als der jeweilige Index. Im schlechten Börsenjahr 2000 war das für Anleger aber nur ein schwacher Trost. Tatsächliche Kursgewinne wurden nur mit wenigen Aktientipps erzielt. Wer den Empfehlungen für Aktien des Neuen Marktes folgte, konnte, je nach Bank, sogar bis zu 80 Prozent des eingesetzten Geldes verlieren.

Das vollständige Testergebnis finden Sie im neuen manager magazin (Erscheinungstermin: 22. Juni 2001) und demnächst auch auf manager-magazin.de.