Analysten Empfehlungen am Nachmittag

Merck Finck empfiehlt Volkswagen - trotz Energiekrise in Brasilien. SES stuft Balda herab.

Die Analysten von Merck Finck & Co bewerten die Aktie von Volkswagen (766 400) mit Outperformer. Volkswagen soll die Produktion in Brasilien für zehn Tage stoppen: Dies sei eine Anordnung der brasilianischen Regierung. Man solle den Stromverbrauch um 15 Prozent senken, so die offizielle Begründung der Regierung.

Laut den Analysten von Merck Finck ist sei dies eine Folge von mangelhafter Investition der brasilianischen Regierung in die Stromversorgung. Betroffen von Kürzungen in der Stromversorgung sei der Nordosten, Südosten und der mittlere Westen des Landes. Volkswagen habe jedoch angekündigt, die Produktion des Golf und des Audi A3 weiterlaufen zu lassen: Man werde an anderen Stellen einsparen. Das Rating bleibe bei "Outperformer".

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Balda: Revision nicht überraschend / "Marketperformer" (SES)

Die Analysten von SES Research stufen die Aktie des Handy-Zulieferers Balda (521 510)von Out- auf Marketperformer herab. Erstmals seit dem Börsengang müsse die Balda AG eine unternehmenseigene Prognose korrigieren. Der Meldung von Freitag zufolge soll sich der Umsatz statt der geplanten 236 Millionen Euro nur noch auf rund 192 Millionen Euro belaufen.

Erstaunlich sei, dass Balda die Prognose noch am 5. April 2001 erhöht hatte, so die Analysten. Die Umsatzerwartung für das Gesamtjahr sei skeptisch zu sehen, da mehrere Faktoren (schwache Konjunktur, gekürzte Handy-Subventionen der Netzbetreiber) auf den Markt drücken. Vor dem Hintergrund der kurz- bis mittelfristig schwachen Perspektive stufen die Analysten die Aktie herab.

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Eli Lilly: Längere Zulassung / "Neutral" (Delbrück)

Die Analysten von Delbrück Asset Management bewerten die Aktien des US-Pharmaunternehmens Eli Lilly (858 560) mit "neutral". Wie das Unternehmen verlauten ließ, sei man ebenso wie das Pharmaunternehmen MediGene im Konflikt mit der amerikanischen Gesundheitsbehörde. Anders als bei MediGene werde allerdings bei Eli Lilly nicht die Marktzulassung für ein Medikament verwehrt, vielmehr verzögere sich der Zulassungsprozess um drei Monate. Das Medikament soll zur Behandlung von Vergiftungen eingesetzt werden. Demzufolge habe das Unternehmen Umsatzeinbußen aus der späteren Markteinführung zu verkraften.