Balda Schwächere Ergebnisse erwartet

Der Handy-Zulieferer leidet unter der Absatzflaute. Die Prognosen wurden deutlich gesenkt.

Bad Oeynhausen - Der Mobiltelefon-Zulieferer Balda hat auf Grund des weiter schwachen Handy-Markts in Europa die Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr deutlich gesenkt. Das im Nemax 50 gelistete Unternehmen teilte am Freitag in einer Pflichtveröffentlichung mit, für 2001 werde mit einem Umsatz von 192 Millionen Euro (Vorjahr: 160,3 Millionen Euro) statt der ursprünglich geplanten 236 Millionen Euro gerechnet.

Das Ergebnis pro Aktie werde auf dem Niveau des Vorjahres liegen und 40 Euro-Cents erreichen. Geplant gewesen seien 49,5 Euro-Cents.

Im frühen Freitagshandel verlor die Aktie 13,7 Prozent auf 12,25 Euro und führte damit die Verliererliste im Nemax 50 an.

Schwache Konjunktur lastet auf dem Ergebnis

Den Angaben zufolge konnte sich Balda "den Folgen des insbesondere in Europa schwach tendierenden Handy-Marktes" nicht entziehen. Für das kommende Jahr 2002 gehe das Unternehmen wieder von einer beschleunigten Marktentwicklung und von einer erheblich besseren Firmenkonjunktur aus.

Derzeit entwickele und fertige Balda Komponenten aus Hochleistungskunststoffen für 15 verschiedene Mobiltelefon-Modelle. 1999 und 2000 seien es noch Komponenten für sieben beziehungsweise elf Modelle gewesen. Für 2002 sei Balda zuversichtlich, möglicherweise niedrigere Stückzahlen in der flauen Handy-Konjunktur mit mehr Baureihen zu kompensieren, hieß es.

Fertigung in China wird vorangetrieben

Balda teilte weiter mit, die für ein Wachstum von 50 Prozent aufgebaute Fixkosten-Struktur erlaube bisher nur in geringem Umfang Maßnahmen zur Anpassung. Das Unternehmen baue jedoch Fertigungskapazitäten für die stärker gesättigten Märkte in Europa ab und im stark wachsenden Markt von China auf. Vorgesehen sei zudem eine weitere Konzentration von Fertigungsvolumen im Stammwerk Bad Oeynhausen.

Diese Maßnahmen bringen nach Angaben der Gesellschaft eine weitere Kostenoptimierung. Nachbörslich wurde die Aktie am Donnerstag knapp über zwölf Euro gehandelt. Der Schlusskurs am Donnerstag hatte sich auf 14,20 Euro belaufen.

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