Analysten Empfehlungen am Nachmittag

Die HypoVereinsbank hat die Lufthansa heruntergestuft. Wella wird zum Kauf empfohlen.

Die Analysten der HypoVereinsbank haben die Aktie der Lufthansa (823 212) nach einer Gewinnwarnung drastisch von "Outperformer" auf "Underperformer" herabgestuft. Die Ergebnisschätzung pro Aktie nahm die Bank für 2001 von 2,25 auf 1,75 Euro und für 2002 von 2,45 auf 2,05 Euro zurück, schrieb der Analyst Christian Obst in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie.

Nicht nur die streikbedingten Ausfälle, sondern auch die konjunkturelle Abschwächung würden deutliche Spuren bei der Lufthansa zeigen, begründete Obst die neue Einschätzung. Die HypoVereinsbank hat daher ihre Ergebnisschätzungen für die Passage und den Frachtsektor um zehn bis 15 Prozent reduziert.

Die Bank rechnet für Mai mit schlechten Verkehrszahlen, die in der kommenden Woche veröffentlicht werden. Bereits bei der British Airways zeigten die Verkehrszahlen im Mai mit minus 15 Prozent deutlich nach unten, hieß es. Die ersten vier Monate in 2001 verliefen für die Lufthansa-Passage noch sehr gut. Die Auslastung bewegte sich auf hohen Niveau und die Renditen lagen über denen des Vorjahres. Für Mai rechnet die Bank allerdings mit einer deutlichen Verschlechterung und daher mit Rückgängen in der Auslastung von über drei Prozent.

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Wella: Kursziel 62 Euro / "Kaufen" (Deutsche Bank)

Die Deutsche Bank hat ihre Einschätzung für die Aktie des Haarpflegeherstellers Wella (776 563) vor dem Hintergrund der guten Kursentwicklung von Beiersdorf mit "Kaufen" bestätigt. Der Titel werde sich demnach im Vergleich zum Markt in den nächsten zwölf Monaten um mindestens zehn Prozent besser entwickeln. Das Kursziel pro Aktie liege bei 62 Euro (aktuell 56,20 Euro), schrieb die Analystin Virginie Tibloux Galas in einer am Mittwoch veröffentlichten Kurzstudie.

Wella profitiere von dem weltweiten Trend zum Haarefärben. Vor allem im Friseur-Bereich, der zwei Drittel des Ebit ausmache. Die Darmstädter reduzierten Kosten, indem sie Verkauf und Logistik zentralisierten, hieß es weiter. Zudem sei die Wella-Aktie im Branchenvergleich unterbewertet.

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Softline: Überraschende Umsatzwarnung / "Verkaufen" (LBBW)

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat die Aktie der Softline AG (720 600) von "Halten" auf "Verkaufen" herabgestuft. Der Zeitpunkt der Umsatz- und Gewinnwarnung für das lediglich noch bis zum 30. Juni laufende Geschäftsjahr 2000/2001 habe die Bank überrascht, schrieben die Analysten in einer am Mittwoch veröffentlichten Kurzanalyse. Zumal habe der Software-Vermarkter noch vor kurzem deutlich positive Prognosen bekräftigt.

Softline habe seine Umsatzerwartungen erheblich gesenkt. Damit werde sich ein deutlich über der Bank liegender prognostizierter Jahresverlust in Aussicht gestellt, hieß es weiter.

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