Juniper Umsatz- und Gewinnerwartungen drastisch reduziert

Der Telekom-Zulieferer kann seine Prognosen nicht halten und trübt an der Börse die Stimmung.

Sunnyvale - Der US-Netzwerkhersteller Juniper Networks hat seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für das laufende Quartal drastisch gesenkt. Man erwarte im zweiten Quartal (per Ende Juni) nun noch einen Umsatz vor Sonderposten von 200 bis 210 Millionen Dollar, teilte der zu den weltweit größten Netzwerkherstellern gehörende Konzern am Freitag mit. Bislang hatte Juniper 300 bis 330 Millionen Dollar Umsatz prognostiziert.

Der Gewinn pro Aktie werde acht bis neun Cents betragen, verglichen mit den Analystenerwartungen von 22 bis 26 Cents. Als Grund für die Absenkung nannte der Konzern eine zyklisch schwache Geschäftssituation bei Telekom-Dienstleistern und global agierenden Telekom-Anbietern.

Die Aktie brach nach der Mitteilung vorbörslich ein und zog auch den Nasdaq-Future oder die Anteilsscheine von Konkurrenten wie Cisco mit nach unten.

Juniper teilte am Freitag zudem mit, die Belegschaft um acht bis neun Prozent zu reduzieren, wofür einmalig 45 Millionen Dollar (rund 104 Millionen Mark) zurückgestellt würden. Der Konzern verwies bei den Geschäftserwartungen für das zweite Quartal darauf, dass die nun vorhergesagten Umsätze immer noch um 80 Prozent über dem Vorjahreswert lägen.

Im ersten Quartal 2001 hatte Juniper noch einen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um das Siebenfache gesteigerten Reingewinn von 58,6 Millionen Dollar ausgewiesen, was 17 Cents je Aktie entsprach. Bereinigt um Sonderfaktoren betrug der Gewinn 85,4 Millionen Dollar oder 25 Cents je Aktie nach drei Cents im Jahr zuvor.

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