Metabox Chronik eines angekündigten Todes

Mit Metabox mußte das siebte Unternehmen am Neuen Markt Antrag auf Insolvenzeröffnung stellen. Die Chronologie der Ereignisse liest sich wie das Drehbuch zu einem Börsenkrimi.
Von Clemens von Frentz

Hildesheim - Die Geschichte von Metabox  ist eine Geschichte voller Missverständnisse - wenn man der Argumentation des Vorstands folgt. Das Unternehmen, das am 22. Mai beim Hildesheimer Amtsgericht einen Insolvenz-Antrag stellte (der am 5. November 2001 überraschend und in letzter Minute wieder zurückgezogen wurde), sieht sich bis heute als "technologischer Marktführer". Tenor: Nicht unsere Produkte sind schlecht, sondern die Berichterstattung über das Unternehmen.

Zahlreiche Branchenexperten sehen das anders. Sie zeigen sich vor allem irritiert über die Hartnäckigkeit, mit der Metabox bis heute die Nennung der angeblichen Großkunden verweigert. Auch die Staatsanwaltschaft hat ihre Zweifel. Sie leitete ein Verfahren gegen Mitglieder des Vorstands ein und sichtet seit Wochen das Beweismaterial, das bei einer großangelegten Razzia in den Geschäftsräumen und in Privatwohnungen des Metabox-Managements sichergestellt worden war.

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