LSE Londoner Börse plant eigenen Börsengang

Die Londoner Stock Exchange (LSE) will in Kürze Pläne für den Börsengang vorlegen.

London - Die Absicht der Londoner Börse, selbst zu einem börsennotierten Unternehmen zu werden, nimmt Gestalt an. Nach einem Bericht der britischen Zeitung "The Sunday Times" will die Chefin der London Stock Exchange (LSE), Clara Furse, in Kürze detaillierte Pläne für den Börsengang der Börse vorlegen. Der Marktwert der rund 220 Jahre alten Börse werde auf etwa 1,2 Milliarden Pfund (3,8 Milliarden Mark) geschätzt. Die Gesellschafter hatten bereits im März 2000 grundsätzlich dem Börsengang zugestimmt.

Laut "Sunday Times" will Furse sich am Donnerstag bei der Vorstellung der Börsenbilanz äußern. Die Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr (31.3.) werde einen Gewinn in Höhe von 26 Millionen Pfund (82 Millionen Mark) ausweisen. Allerdings hat die LSE ungewöhnlich hohe Ausgaben von 40 Millionen Pfund für Beratung gehabt: Diese beruhen auf der im September 2000 gescheiterten Fusion mit der Deutschen Börse und der Abwehr eines feindlichen Übernahmeversuchs durch die schwedische OM Gruppen. Berücksichtige man diese außergewöhnlichen Belastungen nicht, so habe sich der Gewinn gegenüber dem Vorjahr (48,5 Millionen Pfund) deutlich verbessert.

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