Analysten Empfehlungen am Nachmittag

Preussag erhält gute Noten der Analysten. Die SEB beurteilt Dell skeptisch.

Die Analysten der Bankgesellschaft Berlin raten zum Kauf der Preussag-Aktie (695 200). Das weltgrößte Touristikunternehmen wolle bei der italienischen Alpitour eine Minderheitsbeteiligung erwerben. Alpitour ist der führende italienische Touristik-Konzern mit einem Umsatz von rund 1 Milliarde Euro und einem Marktanteil von rund 30 Prozent. Die Gesellschaft gehört zu 100 Prozent der Holding Ifil, die mehrheitlich im Besitz der Familie Agnelli ist.

Der Wert von Alpitour wird auf ca. 200-250 Millionen Euro geschätzt. Die BGB wertet eine Beteiligung positiv, da die Preussag damit eine ihrer touristischen Lücken in Europa (Italien, Spanien) schließt. Der Ausbau zum europäischen Marktführer werde fortgesetzt und dürfte das Marktsentiment verbessern.

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Linde: Geringerer Gewinn / "Neutral" (Merrill Lynch)

Die Analysten von Merrill Lynch stufen die Aktie von Linde (648 300) auf neutral. Für das erste Quartal 2001 konnte das Unternehmen ein Ergebnis von 48 Millionen Euro aufweisen. Die Analysten haben 64 Millionen Euro erwartet. Für 2001 wird ein Umsatzwachstum von 8 Prozent und ein Gewinnwachstum von mehr als 8 Prozent von dem Konzern angestrebt.

Die Analysten von Merrill Lynch hatten ein Umsatzwachstum von 9 Prozent und eine Gewinnsteigerung von 11 Prozent prognostiziert. Die Produktion der Kühlaggregate brachte einen Verlust von 23 Millionen Euro im ersten Quartal, was auf die Martksituation zurückzuführen sei. Eine Verbesserung der Lage in diesem Segment erwarte man erst im Jahr 2002. Wegen verhaltender Erwartungen stufen die Analysten das Papier auf neutral.

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Dell: Trendwende läßt auf sich warten / Reduzieren (SEB)

Die SEB rät Anlegern, ihre Bestände an Dell-Aktien (875 403) zu reduzieren. Der weltgrößte Computerhersteller hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres genauso viel verdient wie im Vorjahreszeitraum. Der Ausblick für das zweite Quartal ist jedoch verhalten. Der Preiskampf in der PC-Industrie halte weiter an. Während Dell Computer in Europa und Asien kräftig wachsen könne, bleibe die Nachfragesituation auf dem Heimatmarkt, den USA, angespannt.

Dell hatte zunächst im Februar einen Stellenabbau von 1.700 der insgesamt 40.000 Arbeitsplätze angekündigt. Darüber hinaus werden in den nächsten beiden Quartalen bis zu 4.000 Arbeitsstellen zusätzlich gestrichen. Das Bankhaus bleibt bei seiner Empfehlung "Reduzieren": Eine zunächst für das dritte Quartal 2001 prognostizierte Trendwende in der PC-Industrie sollte sich zumindest auf das vierte Quartal verzögern. Es sei mit weiteren Kursabschlägen bis auf 22 Dollar zu rechnen.

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