Analysten Analysten am Nachmittag

ABN Amro rät zum Verkauf von EM.TV-Aktien. Die WGZ-Bank stuft Contnental auf "Underperformer".

Vor der Veröffentlichung der Bilanz 2000 von EM.TV (568 480) hat die niederländische Bank ABN Amro empfohlen, die Aktie des Medienunternehmens zu verkaufen. Die Analysten prognostizieren in einer Studie einen operativen Gewinn vor Goodwill-Abschreibungen und außergewöhnlichen Ausgaben von 25 Millionen Euro. Das entspreche den Schätzungen des Unternehmens vom vergangenen Dezember.

Nach Goodwill-Abschreibungen und Sonderausgaben werde EM.TV voraussichtlich einen Vorsteuer-Verlust von 126 Millionen Euro ausweisen. Hier seien außerplanmäßige Bewertungskorrekturen von akquirierten Unternehmen und Filmrechten noch nicht enthalten. Unter Berücksichtigung derer könnte der Wert auf 530 bis 950 Millionen Euro steigen.

Analyst Bernard Tubeileh von Merrill Lynch und Friedrich Schellmoser von der HypoVereinsbank sehen den Geschäftszahlen auf Grund der "völlig unkalkulierbaren Abschreibungen" ebenfalls mit Skepsis entgegen. Die beiden Analysten weisen zur Begründung auf die überhöhten Beteiligungsansätze an der Formel 1, an der Jim-Henson-Gruppe und der Tele München Gruppe (TMG). Diese hätten nicht mehr den Wert wie zum Zeitpunkt des Erwerbs. "Wir wissen nicht, mit welchem Kurs die Wirtschaftsprüfer die Aktien bewerten, mit denen zum Teil die Formel-1-Beteiligung und die Jim-Henson-Gruppe bezahlt wurden", sagte Tubeileh. Schellmoser hält einen Verlust in der Spanne von 192 Millionen Mark bis 1,2 Milliarden Mark für denkbar. Im Gegensatz zur ABN Amro rät Merrill Lynch, die Aktie zu "halten". Die HypoVereinsbank bewertet sie mit "Underperformer".

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Continental: Preisdruck bleibt hoch / "Underperformer" (WGZ-Bank)

Die Analysten der WGZ-Bank bewerten die Aktie von Continental (543 900) als "Underperformer". Während der Umsatz des ersten Quartals die Prognose übertraf, blieb das Ergebnis von Continental hinter den Erwartungen zurück, schreiben die Analysten.

Demnach hätten sich die gestiegenen Materialkosten und der Preisdruck noch negativer auf das Ergebnis ausgewirkt als vorhergesagt. Eine weiterhin negative Tendenz erwarte man auch für das zweite Quartal, da beide Belastungsfaktoren auch hier griffen und die Vorjahresvergleichsbasis immer noch relativ hoch sei.

Erst mit dem dritten Quartal und insbesondere im vierten Quartal würden die Wachstumsraten wieder positiv sein, so dass per Saldo für 2001 noch ein leichter Ergebnisanstieg realisierbar sein dürfte.

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Lambda Physik: Zahlen besser als erwartet / "Übergewichten" (IR)

Die Analysten von Independent Research (IR) stufen die Aktien des Laser-Herstellers Lambda Physik (549 427) mit "Übergewichten" ein. Die am Mittwoch veröffentlichten Halbjahreszahlen seien nach Ansicht der Analysten besser ausgefallen als erwartet. Demzufolge seien auch die Gewinnreigen angehoben worden. Für das Geschäftsjahr 2000/2001 rechne man nun mit einem Gewinn von 0,94 Euro (zuvor 0,90 Euro), für das Geschäftsjahr 2001/2002 sei die Prognose von 1,60 Euro auf 1,65 Euro angehoben worden.

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