Sunburst Mit der Hoffnung schlägt die Stunde der Spekulanten

Der Insolvenzverwalter verbreitet Optimismus. Spekulanten trieben die Aktie nach oben.

Frankfurt - Nach einer optimistischen Einschätzung des Insolvenzverwalters über das Fortbestehen der Sunburst AG hatten die Aktien am Freitag deutlich fester tendiert.

Zum Handelsschluss legten die Papiere um rund 16 Prozent auf 1,23 Euro zu. Im Tagesverlauf hatten die Kursaufschläge zeitweilig bis zu 30 Prozent betragen. Der Sunburst-Titel war seit Beginn des Niedergangs am Neuen Markt im März 2000 von seinem Höchstkurs bei rund 87 Euro gefallen und hatte vor wenigen Tagen sein Jahrestief bei 0,78 Euro erreicht. Seitdem das Unternehmen die Insolvenz beantragt hat, ging es wieder bergauf.

"Der Wert wird von spekulativen Geistern frequentiert", sagte ein Händler der Commerzbank. Weil derzeit kaum abzuschätzen sei, wie die Zukunft des Unternehmens aussehe, werde die Aktie nicht von seriösen Anlegern, sondern von Zockern bewegt, sagte er.

Insolvenzverwalter Hartmut Stange sagte Unternehmensangaben zufolge, Sunburst habe gute Chancen fortzubestehen. Die Geschäftstätigkeit wird in vollem Umfang weitergeführt. In den nächsten Tagen würden Gespräche mit Banken und Gläubigern geführt.

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