Analysten Empfehlungen am Nachmittag

Die BGB hält die Deutsche Bank für interessant. ABN Amro rät zum Kauf von Aventis.

Die Analystenkonferenz der Deutschen Bank zum Jahresabschluß 2000 hat die Analysten der Bankgesellschaft Berlin überzeugt. Sie raten, die Aktie (514 000) zu akkumulieren. Die anstehende Übernahme der Dresdner Bank durch die Allianz bedeute nicht das Ende der Gespräche zwischen Allianz und Deutscher Bank, hieß es. Nach Auskunft von Vorstandschef Rolf Breuer würden die Gespräche mit der Allianz fortgeführt, es gehe nicht nur um eine Zusammenarbeit in der Distribution.

Eine Übernahme von Kunden der Dresdner Bank, beispielsweise im nicht unbedingt zur Allianz passenden Firmenkundengeschäft, wurde von Breuer ausgeschlossen. Weiterhin werde sich die Deutsche Bank 24 künftig als europäische Bank präsentieren: Am 2. April startet der europäische Discount Broker Maxblue. Die Analysten der BGB gehen davon aus, daß die Deutsche Bank sich mit einer Kooperation im Versicherungsbereich noch im zweiten Quartal wieder positiv in die Schlagzeilen bringen wird. Die Aktie bleibe ein Outperformer.

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SAP: Teure Übernahme / Outperformer (Merck Finck)

Die Analysten von Merck Finck & Co stufen die Aktie von SAP (716 463) als Outperformer ein. SAP werde den Entwickler von Software für Geschäftsportale, Top Tier, übernehmen. Der Kaufpreis beträgt 400 Millionen Dollar, die per cash bezahlt würden. Das Unternehmen erhoffe sich durch die Übernahme zusätzliches Forschung- und Entwicklungspotential.

Außer durch die Goodwillabschreibungen solle die Akquisition keine Auswirkung auf das Ergebnis der SAP-Aktie haben. Die Übernahme solle im 2.Quartal 2001 abgeschlossen sein. Nach Meinung der Analysten sei der Übernahmepreis ziemlich hoch gewesen, doch hätte dies keinen zu großen Einfluss. Es bleibe daher bei der Einschätzung "Outperformer".

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Aventis: Chancen in Pharmasparte / Kaufen (ABN Amro)

Die Analysten von ABN Amro raten zum Kauf der Aktien von Aventis (925 700). Der Konzern steigerte den Umsatz um 12 Prozent, der Pharmaumsatz konnte global um 10 Prozent und im wichtigen US-Markt sogar um 16 Prozent gesteigert werden. Die Abtrennung der nicht zum Kernbereich gehörenden Sparten Agro und Chemie schreitet weiter voran. Dieser Schritt sei zu begrüßen, da dem höhermargigen und konjunkturresistenten Pharmageschäft eine höhere Priorität eingeräumt wird.

Für die Jahre 2001 bis 2003 stellt der Vorstand, basierend auf dem Kerngeschäft Pharma, eine jährliche Steigerung des Konzerngewinns von 25 - 30 Prozent in Aussicht. Für 2001 stehen mit Lantus (Diabetes) und Ketek (Antibiotika) zwei interessante Präparate vor der Markteinführung. In den Jahren 2000 bis 2004 sind lediglich 7 Prozent der Pharmaumsätze des Jahres 1999 durch Generika bedroht. Der gute Produktmix sowie die sich aus der Fusion ergebenden Synergieeffekte führen zu vergleichsweise attraktiven Ertragssteigerungen und verleihen der Aktie Kurspotential, so ABN Amro.

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