Heyde Größere Verluste als angenommen

Der Softwareentwickler hat sich erneut verrechnet. Die Prognosen mussten wieder gesenkt werden.

Bad Nauheim – Bei Heyde reißen neue Finanzlöcher auf. Auf Grund von Wertberichtigungen beim Beteiligungsportfolio wird das vorläufige Ergebnis um 32 Millionen Mark nach unten korrigiert.

Der bereits ausgebombte Wert wurde von den schlechten Nachrichten tiefer nach unten gerissen. Die Aktie verlor bis zum Vormittag rund 14 Prozent auf 2,03 Euro.

Wie das im Nemax-50 gelistete Unternehmen am Freitag in Bad Nauheim (Hessen) mitteilte, sind weitere Korrekturen zudem nicht auszuschließen. Bei der derzeitigen Reorganisation wird das Unternehmen von seinen Hausbanken unterstützt. Zugleich wurde ein externes Beraterteam eingesetzt, um die Neustrukturierung von Heyde zu begleiten.

Durch die Neubewertung weist das vorläufige operative Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr nun einen Verlust von 29 Millionen Mark auf. Bisher war Heyde von einem Plus von drei Millionen Mark ausgegangen und lag bereits damit drastisch unter den eigenen Prognosen.

Der Vorstandsvorsitzende und Unternehmensgründer Dieter Heyde hatte daraufhin sein Amt niedergelegt. Auf Grund der Komplexität des Bilanzprüfungsprozesses werde der endgültige Konzernabschluss, nicht am 27. März, sonders erst am 10. April erfolgen, wurde weiter mitgeteilt.